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Kriterien der Kommission Aus-, Fort- und Weiterbildung für die Ankündigung im Veranstaltungskalender auf der Homepage der Deutschen Schmerzgesellschaft (Stand 04.11.2015)

Voraussetzung für die inhaltliche Beurteilung von Veranstaltungen durch die Kommission auf ihre Eignung für den Veranstaltungskalender der Deutschen Schmerzgesellschaft ist

  • ein Programm(-entwurf) mit Titel, einzelnen Themen, geplanten Zeiten und vollständiger Liste der Referenten mit deren Qualifikation
  • ein ausreichender Anteil schmerzbezogener Themen. Gemeldete Veranstaltungen sollten mindestens 50% Schmerzthemen beinhalten. Bei Veranstaltungen mit weniger als 50% schmerzbezogenem Anteil wird geprüft, ob es sich um hinsichtlich Schmerz besonders interessante bzw. relevante Themen handelt. Diese können bei Konsens der Kommission in Einzelfällen ebenfalls aufgenommen werden. Bei Kongressen sollte ein Schwerpunkt Schmerz erkennbar sein
  • ausführliche Angaben zur Finanzierung der Veranstaltung (Art und Herkunft der Unterstützung, z.B. Industrieausstellung, Honorare der Vortragenden, Übernahme Tagungs-/Verpflegungskosten, Rahmenprogramm), Teilnehmergebühren, Ermäßigungen für Mitglieder der Deutschen Schmerzgesellschaft und zum Sponsoring durch Firmen( Veranstaltungen, bei denen die Referentenhonorare direkt durch die Firmen, bezahlt werden, werden nicht angekündigt).


Wir empfehlen eine frühzeitige Kontaktaufnahme, damit mögliche Empfehlungen der Kommission für die Endfassung des Programms berücksichtigt werden können(z.B. vor Drucklegung eines Flyers). Spätestens 4 Wochen vor dem Veranstaltungstermin müssen alle zur Beurteilung notwendigen Informationen vorliegen. Anträge, die zu einem späteren Zeitpunkt vollständig vorliegen, werden nicht bearbeitet.

Bei Veranstaltungen zum Thema chronischer Schmerz müssen die Aspekte des biopsychosozialen Schmerzmodells in ausreichendem Maße dargestellt werden. Veranstaltungen, die nur einen Aspekt herausgreifen entsprechen nicht unseren Empfehlungen.

Formalien zu Zeitdauer und Referenten:

  • Mehrtägige Kurse/Curricula dürfen maximal acht Zeitstunden pro Tag nicht überschreiten
  • Anzukündigende Einzelveranstaltung sollen mindestens drei Zeitstunden umfassen, bei Veranstaltungsreihen mit weniger Zeitstunden pro Einzeltermin sollte ein (Halb-) Jahresprogramm eingereicht werden
  • Bei Veranstaltungen mit verschiedenen Themen müssen auch verschiedene Referenten vortragen. Bei halbtägigen Veranstaltung sollten mindestens zwei, bei ganztägigen mindestens drei Referenten beteiligt sein
  • Zeitlich begrenzte Kurse oder Veranstaltungen, bei denen es um die Vermittlung von speziellen Techniken und praktischen Fertigkeiten geht („Hands on“; z.B. Neuraltherapie, Hypnose) oder die inhaltlich Grundlagen vermitteln (z.B. Anatomie) können künftig auch bei fehlender Interdisziplinarität akkreditiert werden. Bei mehrtägigen Veranstaltungen muss sich ein multimodal-interdisziplinärer Anspruch im Programm wiederfinden, also Themen und Referenten aus Medizin, Psychologie und Physiotherapie. Bei Veranstal¬tungen mit darüber hinaus gehend formulierten Zielsetzungen (z.B. „Schmerztherapie durch Botox/Lokalanästhesie/Opioide/Hypnose/….“) müssen Fragen der Indikation und Kontraindikation ggfs. durch Vertreter anderer Fachrichtungen referiert und diskutiert werden.
  • Für alle Curricula muss der Leiter/die Leiterin über eine für die Disziplin spezifische Zusatzbezeichnung/Qualifikation verfügen (Spezielle Schmerztherapie für Ärzte, Spezielle Schmerzpsychotherapie für Psychologen/Psychotherapeuten, Algesiologische Fachassistenz für Pflegkräfte.
  • Bei ärztlichen Curricula sind für die spezifischen Themen ärztliche Spezialisten (z.B. Kopfschmerz – Neurologe, Rückenschmerz – Orthopäde/FA für Phys. Medizin und Rehab., Psychotherapie - Psychotherapeuten) zu fordern. Die Spezialisten müssen die Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie/Spezielle Schmerzpsychotherapie haben bzw. erfahren im Umgang mit chronischen Schmerzpatienten sein.
  • Für die Präsentation medizinischer Inhalte bei Curricula für Pflege, Physiotherapie, Psychologie reicht für den referierenden Arzt die Qualifikation Spezielle Schmerztherapie aus. Psychologische Themen sollten durch qualifizierte Psychotherapeuten (Spezielle Schmerzpsychotherapie) vermittelt werden.
  • Wiederkehrende Veranstaltungen wie Schmerzkongresse (z.B. Deutsche Schmerzgesellschaft, IASP, EFIC) und eng an die Gesellschaft gebundene Veranstaltungen wie die Seminarwochen in Mayrhofen, die einen langen zeitlichen Vorlauf brauchen, müssen nicht mehr einzeln genehmigt werden, sondern können frühzeitig im Kalender angekündigt werden.

Veranstaltungen außerhalb Deutschlands werden in der Regel nicht im Kalender angekündigt. Ausgenommen davon sind Kongresse und wissenschaftliche Symposien der IASP. Über weitere Ausnahmen wird jeweils im Einzelfall entschieden.

Veranstaltungen, bei denen erhebliche Zweifel an der Produktneutralität bestehen, werden nicht angekündigt.

Bei heterogenen Meinungen der Kommissionsmitglieder wird eine Mehrheitsentscheidung getroffen.

Das Logo der Deutschen Schmerzgesellschaft darf erst bei Genehmigung der Veranstaltung durch die Kommission Aus-, Fort- und Weiterbildung verwendet werden.