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Die Kommission hat ihre Aktivitäten seit der konstituierenden Sitzung im Februar 2000 durch Email-Korrespondenz ausgeübt. Hierzu gehört im einzelnen:
1) Die Vorstellung, dass die Forschungskommission das Gremium für die Verleihung von mit der DGSS verbundenen Schmerzpreisen sein sollte, wurde in einer Änderungsvereinbarung zum Vertrag mit dem Stifter des zur Zeit wichtigsten Preises, der Firma Grünenthal, umgesetzt. Ab dem Jahr 2002 besteht die Jury für den "Förderpreis für Schmerzforschung" aus den sieben Mitgliedern der Forschungskommission der DGSS und zwei Vertretern des Stifters. Die Mitglieder der DGSS können also durch die Wahl ihrer Forschungskommission entscheiden, wer die Preiswürdigkeit der eingereichten Arbeiten beurteilt.
2) Die Kommission erarbeitete Vorschläge, den Preis nicht mehr wie früher üblich für Konvolute von veröffentlichten und unveröffentlichten Arbeiten zu vergeben, sondern jeweils für eine Publikation in einem international anerkannten Journal mit Gutachtersystem. Die Bewerber haben zu erklären, welche der Koautoren den Preis bekommen sollen. Es werden jeweils zwei Preise für klinische und für Grundlagenforschung verliehen. Als klinische Forschung gelten Arbeiten, die auf direkten Messungen an Schmerzpatienten basieren. Diese Vorschläge wurden von der DGSS und vom Stifter akzeptiert.
3) Unter Beteiligung mehrerer Mitglieder der Forschungskommission und zahlreicher anderer DGSS-Mitglieder nahmen im Frühjahr 2002 drei vom BMBF geförderte Forschungsverbünde ihre Arbeit auf. Die Themen dieser Verbünde sind Kopfschmerz, Neuropathischer Schmerz und Rückenschmerz. Themen verbundübergreifender Projekte sind die epidemiologische Forschung und die Normierung der Schmerztestung. Die Einrichtung dieser Forschungsverbünde ist nicht zuletzt auch ein Erfolg des Fachgesprächs "Schmerzforschung" beim BMBF vom 19.04.1999, bei dem Prof. Brune und Prof. Handwerker ein Exposé aus der Forschungskommission vorgestellt hatten. Alle jetzt geförderten Verbünde haben das Ziel, die neuen Erkenntnisse möglichst schnell der praktischen Anwendung zuzuführen. Intensive Kontakte zu klinisch tätigen DGSS-Mitgliedern außerhalb der Kreise der Antragsteller sind daher ausdrücklich erwünscht. Diesem Zweck dienen u.a. die BMBF-Symposien beim Deutschen Schmerzkongress.
4) Ein Entwurf der European Agency for the Evaluation of Medicinal Products (EMEA) für eine Leitlinie zur Analgetikaprüfung wurde im November 2001 zur Kommentierung durch die Fachgesellschaften freigegeben. Die Kommentare der Kommissionsmitglieder wurden durch das Präsidium an EMEA weitergeleitet; sie betrafen die Berücksichtigung von Nebenwirkungen der Analgetika, die klinische Prüfung an Kindern und den Stellenwert humanexperimenteller Studien im Zulassungsverfahren.
5) Zu einem Entwurf der EFIC für ein "Curriculum for Undergraduate Education on Pain in European Medical Schools" gab die Kommission einige Kürzungsempfehlungen ab, um die ersten Studienjahre für die Studierenden nicht noch mehr zu überladen.
6) Auf Anfrage des Präsidiums wurden die Kommissionsmitglieder Baron und Treede als Ansprechpartner für die Überarbeitung des IASP Core Curriculums nominiert (Themen: Physiologie, Neurologie, Neuropathischer Schmerz, CRPS).
7) Bezüglich der Kontaktpflege zur IASP ist die erfreuliche Tatsache anzumerken, dass die DGSS im Herausgebergremium der Zeitschrift PAIN gut vertreten ist. Mit 11 Mitgliedern teilt sich die DGSS mit Kanada den dritten Platz nach den USA (44 Mitglieder) und Großbritannien (14 Mitglieder).
8) Prof. Handwerker hat mit Zustimmung der anderen Kommissionsmitglieder darum gebeten, seine Funktion als Sprecher der Forschungskommission an Prof. Treede abzugeben. Prof. Treede wird diese Aufgabe bis zu den Neuwahlen in Aachen (September 2002) übernehmen.
Prof. Rolf-Detlef Treede (17.7.2002) |