
Email: schmerzfragebogen@dgss.org 
Die ad-hoc-Kommission "Deutscher Schmerzfragebogen" hat sich inzwischen 6mal zu jeweils mehrstündigen Arbeitssitzungen getroffen. Ziel der Arbeiten ist es, die aktuelle Version des Deutschen Schmerzfragebogens im Hinblick auf die parametrischen Eigenschaften sowie die Ökonomie zu überprüfen und zu verbessern. Zusätzlich sollen alle Instrumente wie Verlaufs- und Tagesfragebogen inhaltlich angepasst und als Paket zur Empfehlung durch die DGSS vorgelegt werden. Dafür wurden an kleinen Stichproben zunächst Reliabilitäts- und Validitätsstudien durchgeführt. Aus den ersten Ergebnissen dieser Analysen ist festzustellen, dass einige Items des Anamnese-Fragebogens entfallen bzw. dass Itembereiche erheblich gekürzt werden können. Bzgl. der beschreibenden Charakteristika wurde diskutiert, ob die differentialdiagnostischen Eigenschaften des Anamnese-Fragebogens durch syndromspezifische Itemgruppierungen für große Diagnosengruppe (Kopfschmerz, Rückenschmerz, neuropathischer Schmerz, viszeraler Schmerz) verbessert werden können. Diesbezüglich sind auch Itemerweiterungen denkbar und zu vertreten, obwohl die Kürzung des Fragebogens im Sinne der Erhöhung der Praktikabilität im Vordergrund steht. Über den Verteiler der DGSS sind inzwischen alle anderen Arbeitsgruppen und Kommissionen angeschrieben worden mit der Bitte, ihre "syndromspezifischen" Ergänzungs- und Änderungsvorschläge vorzulegen. Hier sind bereits mehrere Rückmeldungen erfolgt, deren Verwendbarkeit derzeit geprüft wird. Bzgl. der implementierten Testverfahren (ADS, SES und PDI) findet eine gesonderte Analyse in bezug auf die Validität der Verfahren statt. Ein Teil dieser Analyse wurde bereits anhand von Daten aus dem Schmerz-Zentrum Mainz durchgeführt. Diese Ergebnisse werden im Rahmen eines Posters auf dem Deutschen Schmerzkongress in Aachen präsentiert. Die Analyse soll auch an vorhandenen Daten (Lebensqualitätsstudie, QUAST) durch eine externe Institution durchgeführt werden; ein entsprechender Antrag an den Vorstand wird gerade formuliert (Frau Dr. Lindena). Wegen der inhaltlichen Überschneidungen der Arbeiten in den Arbeitskreisen/Kommissionen der DGSS ("Deutscher Schmerzfragebogen", EQS-Kommission, "Qualitätssicherung") und der Auswirkungen auf die laufenden Arbeiten von weiteren inkl. der Berufspolitischen Kommission wurden diese aufgefordert, enger zu kooperieren.
PD M. Pfingsten (Göttingen) (9.7.2002) |