
Der Arbeitskreis "Akutschmerz" (Gründung 17.10.1998) hat derzeit 35 aktive Mitglieder, vorwiegend aus den Bereichen Anästhesiologie und Chirurgie. Neben regelmäßigen Treffen auf der Jahrestagung der DGSS finden mindestens zweimal jährlich 1½-tägige Sitzungen des Arbeitskreises an verschiedenen Orten in Deutschland statt, die von Mitgliedern des Arbeitskreises organisiert werden. Die Einladungen erfolgen durch den Sprecher über die Universität Witten/Herdecke, Chirurgische Klinik, Wuppertal, in der auch die aktuelle Mitgliederdatei geführt wird. Die 6. Sitzung des Arbeitskreises fand am 12./13. Januar 2001 in Gießen (Organisation Frau Dr. Vigelius-Rauch) statt, die 7. Sitzung am 29./30. Juni 2001 in Wermelskirchen (Organisation Prof. E. Neugebauer). Die Sitzungen des Arbeitskreises folgen einer einheitlichen Struktur. Am ersten Tag, (Beginn 18:00 Uhr) folgen nach allgemeinen Informationen durch den Arbeitskreis-Sprecher die Berichte der fünf eingerichteten Arbeitsgruppen durch die jeweilig gewählten Sprecher. Auf der Basis der Berichte werden die Ziele für die Arbeitsgruppentreffen am Abend und am Folgetag besprochen und aufeinander abgestimmt. Nach einem gemeinsamen Abendessen folgt ein Vortrag zu einem aktuellen Thema im Bereich Akutschmerz. Das Ergebnis der Arbeitsgruppenbesprechungen und die Ziele bis zur nächsten Sitzung werden in einer abschließenden gemeinsamen Sitzung aller Arbeitsgruppen festgelegt. Die gewählten Sprecher der Arbeitsgruppen halten regelmäßigen Kontakt zum Sprecher des Arbeitskreises und stellen so die Kontinuität zwischen den Arbeitsgruppentreffen sicher.
AG Öffentlichkeitsarbeit (Sprecher Frau Dr. Stehr-Zirngibl, Dr. Käppeler): Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, das Thema Akutschmerz sowohl für die allgemeine Öffentlichkeit, besonders aber in den wissenschaftlichen Fachgesellschaften stärker ins Bewußtsein zu rücken. Hier wurden verschiedene Aktivitäten entwickelt: a) Es wurde ein Faltblatt als Patienteninformation zu postoperativen Schmerzen erarbeitet und nach Genehmigung durch das Präsidium der DGSS gedruckt und verteilt. b) Unter der Federführung von Herrn Dr. Käppeler wurde eine Homepage des Arbeitskreises erstellt, die über die DGSS Homepage nach Genehmigung durch das Präsidium anklickbar ist. Die Homepage soll zum Jahreskongress der DGSS im Oktober 2001 verfügbar sein. c) Die Arbeitsgruppe hat unter Federführung von Frau Weidmann-Ahrends einen sogenannten Basisartikel zur medikamentösen Schmerztherapie in der Praxis verfasst, der über verschiedene Fachzeitschriften vor allem im chirurgischen Bereich publiziert werden soll. Derzeit finden Abstimmungen innerhalb der Arbeitsgruppe statt. d) Es soll ein Workshop-Konzept (30-40 Std.) für den Themenbereich Akutschmerz erarbeitet werden, welches in Teilen auf Regionalkongressen chirurgischer Fachgesellschaften und anderer Vereinigungen angeboten werden soll. Hierfür sollen Zertifikate erstellt und Kreditstunden erworben werden können. e) Für das kommende Jahr ist eine Veranstaltung "DGSS meets Surgeons" in Zusammenarbeit mit dem Präsidium und der Industrie geplant. f) Der Arbeitskreis soll sich auf Kongressen wissenschaftlicher Fachgesellschaften im Bereich Chirurgie/Anästhesie mit einem Stand präsentieren. g) Der Arbeitskreis beteiligt sich am II. Symposium "Akuter Schmerz im Chirurgischen Alltag" (30.11.-1.12. 2001 in Köln) sowohl in Hauptvorträgen, als auch in verschiedenen Workshops. Darüber hinaus ist ein Patientenforum geplant.
AG Dokumentations- / Qualitätssicherung (Sprecher Dr. Gehling, Dr. Wiebalk): Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Erarbeiten von Dokumentationsstandards akuter Schmerzen prä- und postoperativ. Hierbei geht es um praktisch relevante Minimalstandards, die gleichzeitig der Überwachung schmerztherapeutischer Verfahren dienen. So wurde eine Umfrage gestartet, in die auch Kriterien der postoperativen Zufriedenheit der Patienten eingearbeitet werden sollen. Diese Minimalstandards sollen als Akutschmerzmodul in das Dokumentationssystem QUAST einfließen.
AG Organisation und Kooperation (Sprecher Prof. Tryba): Eine Organisationsvereinbarung zur interdisziplinären Zusammenarbeit in der Akutschmerztherapie wurde fertig gestellt und vom Präsidium der DGSS genehmigt. Die Organisationvereinbarung ist auf der Homepage der DGSS abrufbar. Zur Publikation der Vereinbarung wurde das Papier zur Verabschiedung an die Berufsverbände der deutschen Chirurgen und Anästhesisten geschickt. Die Verabschiedung des Papiers durch die Präsidien steht aus. Neu bearbeitet und begonnen wurde die Erstellung eines Erhebungsbogens zur Überwachung und zur Verantwortlichkeit schmerztherapeutischer Verfahren. Dieses Projekt soll bis Mitte 2002 nach einer Vortestphase an vier Kliniken abgeschlossen sein.
AG Fortbildung (Sprecher Dr. Hofmann, Frau Gräfin von Schmettow): Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, ein praxisnahes Manual zur Akutschmerztherapie zu erstellen. Mit diesem umfangreichen Projekt ist diese Arbeitsgruppe seit der Initiierung beschäftigt und wird dies in einer ersten Version zum DGSS Kongreß 2001 vorlegen. Hierzu fanden bisher mehrere Treffen auch zwischen den Arbeitsbereichssitzungen statt. Nach Genehmigung durch das Präsidium der DGSS ist geplant, dieses Manual als Buch zu publizieren. Parallel wurde hierzu unter der Federführung von Frau Koch-Epping und Herrn Märkert ein Pflegemanual erstellt, welches bereits die Gremien der DGSS passiert hat und ebenfalls kurz vor der Publikation steht.
AG Studien (Sprecher Dr. Simanski): Die Arbeitsgruppe plante die Erstellung einer Datenbank, in der die relevante Literatur zum Thema Akutschmerz zusammen gefasst werden sollte. Desweiteren sollte eine Übersicht über aktuelle wissenschaftliche Projekte und bereits veröffentlichte Arbeiten im Bereich Akutschmerz erstellt werden. Ein entsprechender Brief an verschiedenste Institutionen und Kliniken hatte nur einen geringen Rücklauf, so daß sich die Arbeitsgruppe entschieden hat, selbst eine Datenbank aktueller Publikationen zum Thema Akutschmerz zu erstellen und diese nach EBM Kriterien zu werten. Diese Datenbank soll über die Homepage anklickbar sein und eine Art Diskussionsplattform bieten. Ob diese Initiative erfolgreich ist, bleibt abzuwarten.
Das nächste Treffen des Arbeitskreises Akutschmerz findet in Bochum am 15./16. Februar 2002 statt (Organisation Prof. Maier, PD Dr. Wiebalk)
Prof. E. Neugebauer (2.8.01)
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