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09.09.2010

Der Arbeitskreis Akutschmerz (Gründung 17.10.1998) ist ein offener Arbeitskreis der DGSS. Er zeichnet sich durch eine gewisse Konstanz von aktiven Mitgliedern in der Größenordnung von 30-45 Mitgliedern aus. Sie kommen vorwiegend aus den Bereichen Anästhesiologie und Chirurgie. Neben regelmäßigen Treffen auf der Jahrestagung der DGSS finden mindestens zweimal jährlich eineinhalbtägige Sitzungen des Arbeitskreises an verschiedenen Orten in Deutschland statt, die von Mitgliedern des Arbeitskreises organisiert werden. Anmeldungen zur Mitarbeit im Arbeitskreis können an den Sprecher (Prof. E. Neugebauer, Köln oder die Stellvertreterin Dr. S. Stehr-Zirngibl, Bochum) gestellt werden. Die Mitgliederdatei wird vom Sekretariat Prof. Neugebauer (Frau Niklas) geführt und regelmäßig aktualisiert (e-mail Adresse: sekretariat-neugebauer@uni.koeln.de).
Der letzte Bericht ist in den Arbeitsunterlagen der Mitgliederversammlung der DGSS im Jahre 2002 in Aachen erschienen. Seit diesem Bericht haben drei weitere Sitzungen des Arbeitskreises stattgefunden: 10. Treffen am 12./13.7.2002 in Weimar (Organisation Dr.Meißner), 11. Treffen am 27.9.2002, zur Jahrestagung der DGSS in Aachen (Organisation Prof. Neugebauer), 12. Treffen am 21./22. Februar 2003 in Dortmund (Organisation Dr. Hoffmann, Dr. Lux, Frau Dr. Wagner). Das 13. Treffen des Arbeitskreises ist für den 11./12.Juli 2003 in Konstanz (Organisation Dr. Gerards) geplant, bevor wir uns erneut zum Jahreskongress der DGSS in Münster im Oktober treffen.
Die Sitzungen des Arbeitskreises folgen in der Regel einer einheitlichen Struktur. Am ersten Tag, Beginn 18:00 Uhr, folgen nach allgemeiner Informationen durch den Sprecher/Stellvertreter des Arbeitskreises die Berichte der eingerichteten Arbeitsgruppen, jeweils durch den gewählten Sprecher. Auf Basis der Berichte werden die Ziele für die Arbeitsgruppen am Abend und für den Folgetag besprochen und aufeinander abgestimmt. Nach einem gemeinsamen Abendessen, folgt in der Regel ein Vortrag zu einem aktuellen Thema im Bereich Akutschmerz. Das Ergebnis der Arbeitsgruppenbesprechungen am Freitag / Samstag und die Ziele bis zur nächsten Sitzung werden in einer abschließenden, gemeinsamen Sitzung aller Arbeitsgruppen festgelegt. Von jedem Treffen wird ein Protokoll (Protokollführerin 2002: Frau Dr. Gerards) erstellt und zeitnah an die Mitglieder des Arbeitskreises verschickt. Die gewählten Sprecher der einzelnen Arbeitsgruppen halten regelmäßigen Kontakt zu den Sprechern des Arbeitskreises und den Mitgliedern ihrer Arbeitsgruppe und stellen somit die Kontinuität zwischen den Arbeitsgruppentreffen sicher.

Highlights

Besondere Highlights seit dem letzten Bericht waren

    * Die Veranstaltung "DGSS meets Surgery" vom 6.-8. 12.2002 auf Schloss Bensberg bei Köln: diese vom Arbeitskreis mit initiierte Veranstaltung (wissenschaftliche Leitung Prof. Neugebauer) führte die Führungskräfte der chirurgischen Universitäts-Kliniken und Maximalkrankenhäuser mit Experten der Akutschmerztherapie aus verschiedenen Fächern wie Neurologie, Anästhesie, Psychologie, Psychosomatik und Physiologie in einem intensiven Dialog zusammen. Das Thema Akutschmerz wurde strukturiert in Plenarvorträgen vor allem aber in Gruppendiskussionen behandelt. Die führenden Vertreter der wissenschaftlichen Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Chirurgie, Berufsverband der Deutschen Chirurgen, Deutsche Gesellschaft für Anästhesie, DGSS und DIVS) waren an dieser Veranstaltung beteiligt. Die Veranstaltung wurde von der Firma Pfizer unterstützt und fand ein außergewöhnlich großes Presseecho. Der Firma Pfizer möchten wir hierfür herzlich danken. Unser besonderer Dank gilt Prof. Lehmann, als Initiator dieser Veranstaltungsreihe, Frau Latza von der Geschäftsstelle sowie Frau Somerton und Frau Niklas für ihren enormen Einsatz bei der Organisation der Veranstaltung.

  • Manual Akutschmerztherapie: Das vom Arbeitskreis erstellte Manual Akutschmerztherapie fand in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit großen Anklang. Mehr als 1000 Manuale und 4500 CDs wurden bundesweit angefordert. Dieser große Erfolg ist auch auf die große Unterstützung durch Aventis und hier in besonderer Weise auf das Engagement von Frau Gräfin von Schmettow zurück zuführen. Ihr sei herzlich dafür gedankt.
  • Publikation "Akutschmerztherapie - ein Curriculum für Chirurgen": Unter Mitarbeit des Arbeitskreises wurde im vergangenen Jahr ein umfassendes Buch "Akutschmerztherapie" erstellt, Herausgeber E. Neugebauer in Zusammenarbeit mit A. Wiebalck und S. Stehr-Zirngibl. Das Buch ist im Uni-Med Verlag erschienen und bildet die Basis für ein geplantes 20 stündiges Curriculum Akutschmerztherapie für Chirurgen. Darüber hinaus werden Übersichtsartikel im Chirurgen, Unfallchirurgen und Orthopäden publiziert (Simanski, Neugebauer).
  • Preis der Deutschen Krankenhausstiftung gewonnen. Die Arbeitsgruppe Akutschmerz der Universität Jena unter Leitung von Herrn Dr. Meißner wurde mit dem dritten Preis der Deutschen Krankenhausstiftung für ihre Leistungen im Aufbau eines Akutschmerzdienstes und die Qualitätssicherung in diesem Bereich ausgezeichnet. Wir möchten der Arbeitsgruppe hierzu herzlich gratulieren. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Krankenhauskongresses in Wiesbaden statt.
  • Wahlen: Gemäß Satzung der DGSS mussten Vorsitzender und Stellvertreter/in des Arbeitskreises neu gewählt werden. Die Wahlen fanden anlässlich der 10. Sitzung des Arbeitskreises am 12.7.2002 in Weimar statt. Die Wahl wurde auf Beschluss der Anwesenden offen durchgeführt. Als Sprecher wurde Herr Prof. Neugebauer und als Stellvertreterin Frau Dr. Stehr-Zirngibl bestätigt. Als Schriftführer für ein Jahr wurde Frau Gerards gewählt.

Berichte aus den Arbeitsgruppen
Die Arbeitsgruppen wurden neu eingeteilt. Die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildung wurden zusammengelegt und unterteilen sich nun in eine Untergruppe Curriculum und eine Untergruppe Homepage. Eine zweite Arbeitsgruppe "Dokumentation und Qualitätssicherung" sowie eine dritte Arbeitsgruppe "klinische Studien / Leitlinienentwicklung" wurden gebildet.

Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit / Curriculum (Sprecher: Frau Dr. Stehr-Zirngibl, Herr Dr. Wiebalck).
Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es das Thema Akutschmerz sowohl in der allgemeinen Öffentlichkeit, als auch in den wissenschaftlichen Fachgesellschaften stärker in das Bewußtsein zu rücken. Hier wurden verschiedenen Aktivitäten entwickelt und zum Teil auch abgeschlossen:
a) Auf den verschiedenen Sitzungen stand die Fertigstellung des Buches Akutschmerztherapie (Uni-Med Verlag) zwecks Abstimmung der einzelnen Kapitel im Mittelpunkt. Auf der Basis dieses Buches wurde ein 20-stündiges Curriculum entwickelt und zwischen den teilnehmenden Arbeitsgruppen abgestimmt. Derzeit ist eine Umfrage in Vorbereitung, welche die Bedürfnisse der Chirurgen zur Fortbildung in diesem Bereich abfragen soll. Diese Umfrage wird über den Berufsverband der Deutschen Chirurgen verteilt. Zur praktischen Durchführung (Organisation, Zertifizierung etc.) wurde ein Konzept erarbeitet. Bundesweit sind für 2004 mehrere Veranstaltungen geplant. Die Auftaktveranstaltung wird im Rahmen des III. Symposiums Akuter Schmerz im Chirurgischen Alltag am 6./7.12.2003 in Köln stattfinden. Die Teilnehmerzahl ist auf max.. 30 begrenzt. Die Abwicklung wird über die Firma COMed (Kongressveranstalter des Kölner Kongresses) erfolgen. Referenten sind vorzugsweise Mitglieder des Arbeitskreises Akutschmerz. Ein einheitliches Layout für die Power Point Präsentationen wird angestrebt.
b) Parallel dazu hat sich die Arbeitsgruppe mit der Überarbeitung und Erweiterung des Manuals Akutschmerztherapie beschäftigt. Buch und Manual sollten hier aufeinander abgestimmt werden. Angestrebt ist eine neue Version des Manuals noch im Jahre 2003. Die Verteilung des Manuals als Druck und als CD Rom erfolgt über Aventis (Frau Dr. Gräfin von Schmettow).

Darstellung des Themas Akutschmerz auf verschiedenen Symposien und Kongressen:
Seit dem letzten Bericht gab es seitens des Arbeitskreises folgende Beteiligungen:

  • Deutscher Schmerzkongress 2002, zwei Symposien zur Chronifizierung akuter Schmerzen sowie ein Praktikerseminar zum Thema Akutschmerz
  • Deutscher Chirurgentag in Köln 4.-5.10.2002, Seminar Akutschmerztherapie: Bei der Evaluation durch die Teilnehmer schnitt dieser Kurs als bester von 5 parallel angebotenen Kursen ab.
  • Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie in Berlin 12.-15.11.2002: Kurse an drei aufeinander folgenden Tagen zum Thema Akutschmerz, darüber hinaus Hauptsitzung sowie ein Satellitensymposium.
  • Symposium auf dem Niederrheinisch-Westfälischem Chirurgenkongress in Essen 27.9.2002 (Leitung Prof. Neugebauer / Dr. Stehr-Zirngibl zusammen mit dem Arbeitskreis).
  • DGSS meets Surgeons 6.-8.12.2002 auf Schloss Bensberg bei Köln (Leitung Prof. Neugebauer zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und der DGSS)
  • Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Qualitätssicherung 31.1.-1.2.2003 in Münster, Beteiligung mit Vorträgen
  • Jahreskongress der Portugiesischen Gesellschaft für Chirurgie, 9.-12.3.2003, Hauptvortrag
  • Deutscher Chirurgenkongress 28.4.-2.5.2003: Hauptsitzung und zwei Satellitensymposien mit Mitgliedern des Arbeitskreises
  • 5th European Congress of the I.H.P.B.A., 29.-31.5.2003 Istanbul, Hauptvortrag
  • Deutscher Schmerzkongress 8.-12.10.2003 Früstücksseminar (geplant)
  • Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie 1.-14-11-2003 in Berlin, Satellitensymposium
  • Akuter Schmerz im Chirurgischen Alltag Symposium 5./6.12.2003 in Köln zusammen mit Curriculum Akutschmerztherapie (in Vorbereitung, Vorprogramm wurde erstellt und verteilt)

AG Öffentlichkeit / Homepage (Sprecher Herr Dr. Müller, Herr Dr. Kammermeier)
Die Homepage ist leider immer noch nicht endgültig fertig gestellt. Der Arbeitskreis Akutschmerz hat eine Internet Adresse www.akutschmerz.de, die als Kommunikationsportal für die Mitglieder des Arbeitskreises zukünftig genutzt werden soll. Die Inhalte der Homepage bedürfen der Überarbeitung. Herr Wiebalck hat sich dankenswerter Weise angeboten, dieses Projekt tatkräftig zu unterstützen und die Verbindung zum Präsidium direkt herzustellen.

AG Dokumentation / Qualitätssicherung (Sprecher Dr. Gehling, Dr. Meißner, Prof. Tryba)
Diese Arbeitsgruppe hatte eine Mustervereinbarung, die die Zusammenarbeit zwischen Chirurgen und Anästhesisten in den Krankenhäusern regeln soll, erstellt. Diese ist auf der Homepage der DGSS einsehbar. Diese Vereinbarung sollte als gemeinsames Papier der Berufsverbände der Deutschen Chirurgen und Anästhesisten gemeinsam mit der DGSS und der DIVS publiziert werden. Einwände der DIVS und des BDA haben dies bisher leider noch nicht ermöglichen können. Das Papier wurde nochmals überarbeitet und liegt derzeit dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten zur endgültigen Genehmigung vor. Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen hat dem Papier bereits zugestimmt. Von einer gemeinsamen Publikation kann hoffentlich in diesem Jahr noch ausgegangen werden.
Ein weiteres Ziel der Arbeitsgruppe ist es, ein praktikables Schema zur Basisdokumentation der postoperativen Schmerztherapie zu formulieren. Bisher wurden Minimalstandards in der Dokumentation der postoperativen Schmerztherapie mit systemischen Analgetika und rückenmarksnahen Verfahren erarbeitet. An diesem Papier wurde im vergangenen Jahr intensiv gearbeitet, eine Publikation ist in Kürze geplant.
Die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) hat den Arbeitskreis aufgefordert, als neuen fächerübergreifenden Leistungsbereich das Thema "Akutschmerz" formulieren. Die Arbeitsgruppe hat eine Bewertung nach einem umfangreichen Kriterienkatalog durchgeführt und zeitgerecht bei der BQS eingereicht. In einer der nächsten Sitzungen soll entschieden werden, ob dies als fächerübergreifendes Qualitätsmerkmal eingeführt wird. In besonderer Weise haben sich hier Frau Dr. Schulze, Frau Dr. Hoffmann, Herr Dr. Meißner, Herr Dr. Lux, Prof. Tryba und Herr Dr. Gehling, Herr Dr. Zender, Frau Dr. Wagner, Frau Dr. Volker verdient gemacht. Wenn dies gelingen würde, könnte ein echter Durchbruch in der Akutschmerztherapie erzielt werden.
Herr Dr. Meißner hat sich mit seiner Arbeitsgruppe um eine BMG Ausschreibung zum Benchmarking in der Akutschmerztherapie erfolgreich beworben. Derzeit wird an fünf Kliniken in Deutschland ein Benchmarkingprojekt zum Thema Akutschmerz unter Federführung von Herrn Dr. Meißner durchgeführt.

Arbeitsgruppe klinische Studien / Leitlinienentwicklung (Sprecher Prof. Neugebauer, Dr. Simanski)
Die S2 Leitlinie Akutschmerz bedarf wegen der Überschreitung der Gültigkeitsdauer einer Revision. Sie soll im Sinne der AWMF in eine S3 Leitlinie überführt werden. Da die S2 Leitlinie von der DIVS als zentrale federführende Institution herausgegeben wurde, wird auch die S3 Leitlinie in Zusammenarbeit mit der DIVS als übergeordnete Gesellschaft realisiert. Der Auftrag dies federführend zu tun wurde auf der letzten Mitgliederversammlung an Herrn Prof. Neugebauer als Sprecher des Arbeitskreises Akutschmerz und Delegierter der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie übertragen. Die Arbeitsgruppe hat begonnen gemäß der AWMF Kriterien diese Leitlinie zu entwickeln. Die Finanzierung der Leitlinie soll mit Hilfe der DIVS erfolgen. Zusätzliche Gelder sollen hierfür von Firmen eingeworben werden. Bisher liegen Zusagen von zwei Firmen vor, so dass mit der Umsetzung noch im Sommer 2003 begonnen werden kann. Die Rahmenbedingungen wurden innerhalb der Gruppe festgelegt. Alle relevanten Fachgesellschaften werden hieran beteiligt sein.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises Akutschmerz findet am 11./12.7.2003 (Organisation Dr. Petra Gerards) in Konstanz statt. Für das Jahr 2003 ist weiterhin das III. Symposium Akuter Schmerz im Chirurgischen Alltag am 5./6.12.2003 in Köln geplant, Einladungen und Vorprogramm wurden verschickt. Beiträge zu freien Vorträgen sind herzlich willkommen.

Prof. E. Neugebauer (15.7.03)

 
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