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06.09.2010

(Sprecher: Priv.-Doz. Dr. A. Wiebalck, Bochum)

Der Arbeitskreis Akutschmerz (Gründung: 17.10.1998) ist ein offener Arbeitskreis der DGSS, der auf Grund seiner vielfältigen Aktivitäten ca. 15 aktive Mitglieder hat, die vorwiegend aus dem Bereich Anästhesiologie kommen. Neben regelmäßigen Treffen auf der Jahrestagung der DGSS finden mindestens zweimal jährlich Sitzungen statt, die von Mitgliedern des Arbeitskreises organisiert werden. Anmeldungen zur Mitarbeit im Arbeitskreis können an die Sprecher gerichtet werden. Die Mitgliederdatei wird vom Sprecher geführt und regelmäßig aktualisiert (e-mail: Albrecht.Wiebalck@ruhr-uni-bochum.de). Der letzte Bericht ist in den Arbeitsunterlagen der Mitglieder¬versammlung der DGSS im Jahre 2004 in Leipzig erschienen. Seit diesem Bericht haben drei weitere Sitzungen des Arbeitskreises stattgefunden:

- 17. Treffen am 08.10.2004 zur Jahrestagung der DGSS in Leipzig
(Organisation: Priv.-Doz. Dr. A. Wiebalck)

- 18. Treffen am 18./19.03.2005 in Dortmund
(Organisation: Dr. T. Hofmann)

- 19. Treffen am 01./02.07.2005 in Bonn
(Organisation: Priv.-Doz. Dr. C. Wartenberg)

Das 20. Treffen ist erneut zum Jahrestreffen der DGSS in Bremen im Oktober geplant, das 21. am 27./28.01.2006 in Leverkusen. Am 2./3.12.2005 steht das IV. Symposium „Akuter Schmerz im chirurgischen Alltag“ wiederum in Köln an. Zahlreiche Mitglieder des Arbeitskreises referieren.
Die Sitzungen des Arbeitskreises folgen in der Regel einer einheitlichen Struktur. Am ersten Tag (Beginn: 18:00 Uhr) folgen nach allgemeiner Information durch den Vorsitzenden/ Stellvertreter die Berichte der eingerichteten Arbeitsgruppen jeweils durch den gewählten Sprecher. Auf der Basis der Berichte werden die Ziele für die Arbeitsgruppen am Abend und für den folgenden Tag besprochen und aufeinander abgestimmt. Anschließend folgt ein Vortrag zu einem aktuellen Thema aus dem Bereich Akutschmerz. Das Ergebnis der Arbeitsgruppenbesprechung am Freitag/Samstag und die Ziele bis zur nächsten Sitzung werden in einer abschließenden, gemeinsamen Sitzung aller Arbeitsgruppen festgelegt. Von jedem Treffen wird ein Protokoll erstellt und zeitnah an die Mitglieder des Arbeitskreises verschickt. Die gewählten Sprecher der einzelnen Arbeitsgruppen halten regelmäßigen Kontakt zum Sprecher des Arbeitskreises und den Mitgliedern ihrer Arbeitsgruppe und stellen somit die Kontinuität zwischen den Arbeitsgruppentreffen sicher.

Aktivitäten im Berichtsraum 2004/2005:

Curriculum Akutschmerztherapie
Das von Mitgliedern des Arbeitskreises Akutschmerz entwickelte und von der Aus- und Weiterbildungskommission der DGSS und dem Berufsverband der Chirurgen (BDC) offiziell anerkannte 20-stündige Curriculum Akutschmerztherapie wurde im vergangenen Jahr dreimal mit jeweils ca. 40 Teilnehmern durchgeführt:

22./23.10.2004 in Berlin
05./06.11.2004 in Dortmund
03./04.12.2004 in München

Für die kommenden Monate wurden drei weitere Kurstermine festgelegt:

28./29.10.2005 in Berlin
25./26.11.2005 in Dortmund
09./10.12.2005 in München

Die Referenten sind Mitglieder des Arbeitskreises, die Organisation wurde der Firma Comed GmbH in Köln übertragen. Die Anmeldungen zu den Kursen können über den Sprecher des Arbeitskreises Priv.-Doz. Dr. med. A. Wiebalck (Albrecht.Wiebalck(@rub.de) oder die Fa. Comed (info@comed-kongresse.de) erfolgen.

Manual Akutschmerztherapie
Basierend auf den Arbeiten des Arbeitskreises am Buch Akutschmerztherapie im Uni-Med-Verlag wurde eine Überarbeitung des Manuals Akutschmerztherapie vom Arbeitskreis vorgenommen. Das in der zweiten Auflage entstandene Manual befindet sich im Druck und wird in Kürze auch als Download zur Verfügung stehen Herauszuheben ist hier die Unterstützung durch die Firma Aventis und hier in besonderer Weise das Engagement von Herrn Dr. W. Kapfer. Ihm sei dafür herzlich gedankt.

S3-Leitlinie „Akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerz“
An der Entwicklung der S3-Leitlinie sind insgesamt 18 Fachgesellschaften beteiligt. Die Leitlinienentwicklung läuft unter dem Dach der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie mit Unterstützung durch Mitglieder des Arbeitskreises.

Gründung einer Special Interest Group (SIG) „Acute Pain“ der IASP
Mehrere Mitglieder des AK gehören zu den Gründungsmitgliedern einer internationalen Arbeitsgemeinschaft für Akutschmerztherapie, der sogenannten „Special Interest Group“ (SIG) „Acute Pain“ der IASP. Initiiert durch Prof. Dr. Treede und Prof. Dr. Neugebauer trafen sich die europäischen Mitglieder am 30.5.2005 in Wien. Mitglieder des DGSS Arbeitskreises übernahmen in diesem Gremium Funktionen. Dies ist aus unserer Sicht ein extrem wichtiger Schritt, die Position der DGSS in der IASP zu stärken. Wir bitten daher weitere Interessenten um Rückmeldung – und natürlich darum, möglichst vollzählig in die IASP einzutreten! Siehe auch: www.iasp-pain.org/sigs.html.

DRG 8-919, Komplexe Akutschmerztherapie
Die Akutschmerztherapie, die über die Behandlung am Operationstag hinausgeht, kann noch nicht abgerechnet werden. In einer konzertierten Aktion von verschiedenen Arbeitskreisen und Kommissionen der DGSS, DGAI und des BDA soll kurzfristig eine Erlösrelevanz erreicht werden. Dazu ist es notwendig, einen Antrag an das InEK mit Daten der Kalkulationshäuser zu senden und mit Daten weiterer Krankenhäuser zu untermauern. Das Projekt wird von Priv.-Doz. Dr. W. Meißner geleitet und von Mitgliedern des Arbeitskreises ganz aktuell durch Datensammlungen in ihren Häusern sowie eine Literaturrecherche unterstützt In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf die Informationen auf der Homepage der DGSS hinweisen.

Benchmarking
Von der Universität Jena wurde ein Benchmarking-Projekt zur postoperativen Schmerztherapie („QUIPS“: Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerz¬therapie) gestartet, welches vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt wird. Am Benchmarking-Projekt nehmen sechs Kliniken teil. Das Projekt läuft seit Oktober 2003 mit großem Erfolg und wird vom Arbeitskreis Akutschmerz unterstützt (siehe Arbeitsgruppe Dokumentation/ Qualitätssicherung).


BERICHT AUS DEN ARBEITSGRUPPEN
Die Arbeit des Arbeitskreises wird in verschiedenen Arbeitsgruppen während und zwischen den Arbeitstagungen geleistet.

Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit/Homepage
Sprecher: Priv.-Doz. Dr. A. Wiebalck
Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, das Thema Akutschmerz sowohl in der allgemeinen Öffentlichkeit als auch in den wissenschaftlichen Fachgesellschaften stärker in das Bewusstsein zu rücken. Hier wurden verschiedene Aktivitäten entwickelt und zum Teil schon abgeschlossen:

(a) Homepage des Arbeitskreises: Im vergangenen Jahr wurde die Homepage des Arbeitskreises weiter ausgebaut. Sie ist unter der Homepage der DGSS unter Arbeitskreisen einsehbar. Die Pflege erfolgt über einen Webmaster seitens der DGSS.

(b) Erarbeitung eines Curriculums Akutschmerztherapie: Mitglieder der Arbeitsgruppe und ergänzend viele Mitglieder des gesamten Arbeitskreises waren an der Erstellung des o.g. Curriculums beteiligt. Das „Produkt“ läuft nun als einzelne Veranstaltung, wird ständig auf den neuesten Stand gebracht und von der Firma Comed GmbH organisiert. Es wurde eine Fakultät 2005 gebildet (Vorsitz: Prof. Neugebauer). In diesem Jahr finden bundesweit noch drei weitere Veranstaltungen statt (s. o.).

(c) Darstellung des Themas Akutschmerz auf verschiedenen Symposien und Kongressen: Ohne auf die einzelnen Veranstaltungen einzugehen, hat das Thema Akutschmerz in der Berichtsperiode eine erhebliche Öffentlichkeits¬wirksamkeit erzielt. Ein wesentliches Vehikel in diesem Zusammenhang war sicher die Entwicklung der sogenannten Fast-Track – Chirurgie.

Arbeitsgruppe Manual
Sprecher: Priv.-Doz. Dr. A. Wiebalck
Wie oben bereits ausgeführt wurde eine Überarbeitung des ersten Manuals des Arbeitskreises vorgenommen. Das bisherige Manual wurde in schriftlicher Form mehr als 1200 Mal verteilt. 4500 CD-ROM’s wurden bundesweit angefordert. Das überarbeitete Manual, welches sich am Buch „Akutschmerztherapie – Ein Curriculum für Chirurgen“ orientiert, enthält die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Akutschmerztherapie.

Arbeitsgruppe Dokumentation/Qualitätssicherung
Sprecher: Priv.-Doz. Dr. W. Meißner
Nach wie vor aktuell ist das Ziel, Minimalstandards zur Überwachung der postoperativen Schmerztherapie zu erarbeiten. Dazu sind Zahlen über die Sicherheit bzw. Inzidenz von Komplikationen notwendig. Der Versuch, diese Daten mit Literatur zu unterstützen, hatte sich - bis auf den Bereich rückenmarksnahe Schmerztherapie - als nicht durchführbar erwiesen. Daher wurde jetzt eine Zusammenstellung von Datenbanken aus Krankenhäusern mit großen APS begonnen, um auf der Basis hoher Fallzahlen entsprechende Daten zu generieren. .
Schließlich beteiligen sich Mitglieder der AG am Projekt „QUIPS“ (Qualitätssicherung in der postoperativen Schmerztherapie) des Klinikums Jena, insbesondere mit der Definition der Ergebnisqualität der Schmerztherapie, über die es bisher keinen Konsens gibt. Die Arbeitsgruppe bereitet hierzu ein Review vor, das einen Überblick über die Heterogenität und den Evidenzgrad bisher verwendeter Parameter bietet. Mittelfristig wäre ein (nationaler oder internationaler) Konsens analog zur „IMMPACT“-Initiative im Bereich chronischer Schmerzen wünschenswert.

Arbeitsgruppe Schmerztherapie nach ambulanten Operationen
Sprecher: Dr. E. Lux
Zur Erarbeitung eines gewissen Standards in der Akutschmerztherapie ambulant operierter Patienten wurde im ersten Schritt ein Fragebogen Deutschlandweit versendet, um die Ist-Situation zu erfassen. Nach der Analyse der Daten wird ein Konzept erarbeitet, wie die Patienten zu Hause sicher und effektiv behandelt werden können.

Priv.-Doz. Dr. A. Wiebalck
Priv.-Doz. Dr. W. Meißner

Bochum, den 12.08.2005

 
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