
(Sprecher: Priv.-Doz. Dr. A. Wiebalck, Bochum)
Der Arbeitskreis Akutschmerz hat ca. 15 aktive Mitglieder, die vorwiegend aus dem Bereich Anästhesiologie kommen. Neben den regelmäßigen Treffen auf der Jahrestagung der DGSS finden mindestens zweimal jährlich Sitzungen des Arbeitskreises statt. Anmeldungen zur Mitarbeit im Arbeitskreis können an den Sprecher gerichtet werden. Die Mitgliederdatei wird vom Sprecher geführt und regelmäßig aktualisiert (e-mail: Albrecht.Wiebalck@ruhr-uni-bochum.de). Im Jahr 2006 haben folgende Sitzungen des Arbeitskreises statt¬gefunden:
20. Treffen am 27./28. Januar 2006 in Leverkusen (Organisation: Frau Dr. G. Schulze)
21. Treffen am 9./10. Juni in Essen (Organisation: Dr. C. Afflerbach)
22. Treffen im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses in Berlin am 13.10.2006 (Organisation: PD. Dr. A. Wiebalck)
Die Sitzungen des Arbeitskreises folgen in der Regel einer einheitlichen Struktur. Am ersten Tag (Beginn: 18:00 Uhr) folgen nach allgemeiner Information durch den Vorsitzenden/ Stellvertreter die Berichte der eingerichteten Arbeitsgruppen jeweils durch den gewählten Sprecher. Auf der Basis der Berichte werden die Ziele für die Arbeitsgruppen am Abend und für den folgenden Tag besprochen und aufeinander abgestimmt. Das Ergebnis der Arbeitsgruppenbesprechung am Freitag/Samstag und die Ziele bis zur nächsten Sitzung werden in einer abschließenden, gemeinsamen Sitzung aller Arbeitsgruppen festgelegt. Von jedem Treffen wird ein Protokoll erstellt und zeitnah an die Mitglieder des Arbeitskreises verschickt. Die Sprecher der einzelnen Arbeitsgruppen halten regelmäßigen Kontakt zum Sprecher des Arbeitskreises und den Mitgliedern ihrer Arbeitsgruppe und stellen somit die Kontinuität zwischen den Arbeitsgruppentreffen sicher.
Aktivitäten im Berichtsraum 2006:
Akutschmerzkurs (T. Hofmann, E. Hoffmann, S. Kammermayer, S. Stehr-Zirngibl, A. Wiebalck) Der von Mitgliedern des Arbeitskreises Akutschmerz entwickelte und von der Aus- und Weiterbildungskommission der DGSS und sowohl von der DGAI als auch der DGCH anerkannte 20-stündige Akutschmerzkurs konnte sehr erfolgreich ausgebaut werden. Er wurde im vergangenen Jahr viermal mit jeweils ca. 30 Teilnehmern durchgeführt:
1./2. September 2006 in Bochum, 8./9. September 2006 in Berlin 17./18. November 2006 in Dortmund 8./9. Dezember 2006 in München
Die Inhalte des Akutschmerzkurses wurden (und werden) ständig den aktuellen Entwicklungen sowie den Wünschen der Teilnehmer angepasst. So wurde das Thema „Fast Track“ sowie auf Vorschlag der Weiterbildungskommission der DGSS ein Modul „Psychologie“ neu in den Akutschmerzkurs aufgenommen. Ferner wurde Kleingruppenarbeit eingeführt. Zusätzlich wurde ein Handout produziert. Die Referenten setzen sich aus Mitgliedern des Arbeitskreises sowie externen bzw. lokalen Kollegen zusammen. Es wird darauf geachtet, jeweils mindestens einen chirurgischen Kollegen sowie einen Psychologen als Referenten zu verpflichten. Die organisatorische Durchführung wird jetzt von der Firma P&R Kongresse durchgeführt. Die Anmeldungen zu den Kursen können über den Sprecher des Arbeitskreises Priv.-Doz. Dr. med. A. Wiebalck (Albrecht.Wiebalck@rub.de) oder die Fa. P&R Kongresse (info@pr-kongresse.de) erfolgen.
Für das nächste Jahr sind ein Handout in gebundener Form, eine Überarbeitung nach Erscheinen der S3-Leitlinien sowie ein Downloadbereich im Internet, der exklusiv durch Kursteilnehmer benutzt werden kann, geplant.
Symposium Akutschmerz am 25.11.2006 in Berlin (A. Wiebalck, W. Meißner, A. Kopf) 2006 wurde erstmalig ein ganztägiges Symposium zum Thema Akutschmerz durchgeführt, zu dem eine Reihe ausgewiesener nationaler und internationaler Experten eingeladen worden waren. Ziel dieser Veranstaltung war einerseits die öffentliche Positionierung der DGSS und ihres AK als kompetenter Ansprechpartner auf dem Gebiet des Akutschmerzes, andererseits bot das Symposium einen Raum für Experten dar.
Manual Akutschmerztherapie (A. Wiebalck) Auf Grund der demnächst erscheinenden S3-Leitlinien sowie der Aktivitäten im Bereich Akutschmerzkurs (Handout) wurde beschlossen, das Projekt Manual nicht fortzusetzen. Darüber hinaus stehen mindestens zwei Bücher zum Akutschmerz vor der Veröffentlichung (Prof. Hugo Van Aken, Münster und Frau PD. Dr. Ulrike Stamer, DGAI).
S3-Leitlinie „Akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerz“ (A. Wiebalck) An der Entwicklung der S3-Leitlinie sind insgesamt 18 Fachgesellschaften beteiligt. Die Leitlinienentwicklung erfolgt unter dem Dach der Deutschen Interdiszi¬pli¬nä¬ren Vereinigung für Schmerztherapie mit Unterstützung durch Mitglieder des Arbeitskreises.
OPS 8-919, Komplexe Akutschmerztherapie (W. Meißner) Die Akutschmerztherapie, die über die Behandlung am Operationstag hinausgeht, wird im Rahmen der DRGs bisher nicht zusätzlich vergütet. In einer konzertierten Aktion von verschiedenen Arbeitskreisen und Kommissionen der DGSS und DGAI wurden daher Ende 2005/Anfang 2006 zunächst eine Datensammlung und Kostenkalkulation in den Kalkulationshäusern organisiert und darauf basierend von der DRG-Kommission ein entsprechender Antrag an das InEK gestellt. Der Antrag auf ein Zusatzentgelt wurde vom InEK abgelehnt. Dennoch hatte die Aktion mehrere positive Auswirkungen: Einerseits wurde die Bedeutung einer exakten Codierung der entsprechenden Akutschmerz- OPS-Ziffer kommuniziert und in vielen Krankenhäusern eine solche Dokumentation initiiert. Andererseits wurde durch ein Benchmarking von über 2000 Kostendaten aus immerhin 10 Krankenhäusern Deutschland weit erstmalig ein interklinischer Vergleich der Prozesskosten im Bereich der komplexen Akutschmerztherapie ermöglicht. Erste Daten wurden auf dem Deutschen Anästhesiekongress in Leipzig vorgestellt. Das Projekt wird von Priv.-Doz. Dr. W. Meißner in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Lindena geleitet und von Mitgliedern des Arbeitskreises ganz aktuell durch Datensammlungen in ihren Häusern sowie durch eine Literaturrecherche unterstützt.
Schmerztherapie nach ambulanten Operationen (Dr. E. Lux) Auf der Basis einer Befragung von ambulanten Chirurgen wurde eine Publikation für „Der Schmerz“ vorbereitet, die sich derzeit in der Endredaktion befindet.
Öffentlichkeitsarbeit/Homepage (PD Dr. A. Wiebalck) Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, das Thema Akutschmerz sowohl in der allgemeinen Öffentlichkeit als auch in den wissenschaftlichen Fachgesell¬schaften stärker in das Bewusstsein zu rücken. Hier wurden verschiedene Aktivitäten entwickelt und zum Teil schon abgeschlossen:
a) Homepage des Arbeitskreises: Im vergangenen Jahr wurde die Homepage des Arbeitskreises weiter ausgebaut. Sie ist unter der Homepage der DGSS unter Arbeitskreisen einsehbar (www.dgss.org/akutschmerz). Die Pflege erfolgt über einen Webmaster seitens der DGSS.
b) Erarbeitung eines Leitfadens für den Akutschmerzkurs: Mitglieder des Arbeitskreises erstellen den Kurs begleitenden Text. Auch der Akutschmerzkurs hat eine eigene Repräsentation im Internet bekommen hat: www.akutschmerzkurs.de
c) Durchführung des Symposiums „Akutschmerztherapie“ in Berlin
Arbeitsgruppe Dokumentation/Qualitätssicherung (W. Meißner, E. Pogatzki-Zahn) Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Schmerz der DGAI wurde ein Vorschlag für einen „Kerndatensatz“ zur postoperativen Schmerztherapie erarbeitet. Dies erfolgte in enger Kooperation mit dem Projekt „Netzwerk Regionalanästhesie“ des Arbeitskreises Regionalanästhesie der DGAI sowie der Task Force „International Pain Registry“ der IASP, um eine spätere Kompatibilität der Initiativen zu gewährleisten. Ferner beteiligten und beteiligen sich Mitglieder des Arbeitskreises an der Durchführung und Weiterentwicklung des Projektes „QUIPS“ (Qualitätssicherung in der postoperativen Schmerztherapie) des Klinikums Jena bzw. der DGAI.
Priv.-Doz. Dr. A. Wiebalck Priv.-Doz. Dr. W. Meißner
Bochum/Jena, den 31.12.2006 |