HomeLinksImpressumKontakt
06.09.2010


Der Arbeitskreis traf sich im Berichtsjahr am 11.11.2000 sowie am 28.7.2001 (siehe Kurzberichte auf der Homepage der DGSS unter "Arbeitskreise"). Der Arbeitskreis setzt sich derzeit (Stand: August 2001) aus über 40 Mitgliedern und Interessenten zusammen, von denen rund die Hälfte zu den zweimal pro Jahr (bisher immer in Würzburg) stattfindenden Treffen erscheinen (Teilnehmerzahl im November 2000: 20, im Juli 2001: 28). Folgende Fachgebiete sind vertreten: Anästhesiologie, Innere Medizin, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurologie, Orthopädie, Physiotherapie, Psychotherapie, Psychologie, Zahnheilkunde einschließlich Kieferorthopädie. Auf den letzten beiden Arbeitstreffen wurden u.a. folgende praktisch-klinische und wissenschaftliche Themen erörtert: Zusammenhang zwischen okklusalen Faktoren und orofazialen Schmerzen; Kaumuskelfunktion/Kaumuskelschmerz; Ganzkörperschemata/Schmerzzeichnungen; psychologische Standarddiagnostik; Diagnostik und Therapiekontrolle bei schmerzhaften kraniomandibulären Dysfunktionen mittels Fragebögen; pharmakologische Behandlung orofazialer Schmerzen; Therapie und Behandlungskontrolle mit dem Monobloc. Ferner wurden klinische Fälle von Patienten mit orofazialen Schmerzen vorgestellt.
Die vom Arbeitskreis erarbeiteten Empfehlungen zur Standarddiagnostik bei Beschwerden der Kiefergelenke und Kaumuskulatur (Der Schmerz 2000; 14:416-428) wurden in der deutschen Zahnärzteschaft mit Interesse aufgenommen. Sie bilden einen deutlichen Kontrast zu dem bislang vorherrschenden morphologisch orientierten Vorgehen bei der Diagnostik der betroffenen Patienten. Bei der Einreichung der Beiträge für das geplante Schwerpunktheft zum Thema "Orofaziale Schmerzen" (vgl. voriger Jahresbericht: "Arbeitsunterlagen für die Mitgliederversammlung 2000") ergaben sich wie erwartet bei einigen Autoren Verzögerungen, so dass die gesammelten Manuskripte erst Anfang August an den Herausgeber von "Der Schmerz" gesandt werden konnten.
Der Sprecher des Arbeitskreises wurde im November 2000 gebeten, auf der Mitgliederversammlung der (zahnärztlichen) Arbeitsgemeinschaft für Funktionslehre (AGF) sowie vor der Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) in der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde die Ziele und Arbeitsschwerpunkte der DGSS und des Arbeitskreises vorzustellen. Das Echo war positiv.
Anlässlich der Programmgestaltung des Deutschen Schmerzkongresses 2001 regte der Arbeitskreis bei den Veranstaltern die Berücksichtigung des Themas "Mund- und Gesichtsschmerzen" an und bot die Durchführung eines Symposiums und zweier Seminare an, zumal dieses Gebiet in den vergangenen Jahren bei den Deutschen Schmerzkongressen kaum beachtet wurde. Der Arbeitskreis ist an einem Symposium (Samstag, 6.10.2001, 8.30-10.00 Uhr) beteiligt. Über die Untersuchungskurse "Cranio-mandibuläre Dysfunktionen" (wurde laut Angaben der Veranstalter inzwischen ersatzlos gestrichen) sowie "Diagnostik von Kiefergelenk und Kaumuskulatur bei Kopf- und Gesichtsschmerz" (Sonntag, 7.10.2001) erfuhr der Arbeitskreis durch das Vorprogramm.
Um verschiedene Schwerpunktthemen zu vertiefen und für künftige Sitzungen vorzubereiten, wurden Arbeitsgruppen zu folgenden Themen gebildet: Muskelfunktion und Muskelschmerz; Okklusion und Schmerzen im Kauorgan; Anatomie des N. trigeminus; Schmerzanamnese; Differentialdiagnostik orofazialer Schmerzen; Psychodiagnostik für die Praxis; Schmerzwahrnehmung/Schmerzveränderungen.
Abschließend möchte der Arbeitskreis der Kassenärztlichen Vereinigung Unterfranken für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die damit verbundene Organisation sehr herzlich danken.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet am Samstag, 8.12.2001, in Würzburg statt; für das übernächste Treffen wurde wiederum der letzte Samstag im Juli vorgemerkt (27.7.2002).

PD Dr. Jens C. Türp (Freiburg/Basel), Dr. Dr. Jürgens (Würzburg) (1.8.01)

 
18.08.2010
Schmerz- und Palliativversorgung: Regierung ändert Rechtslage

Die Bundesregierung will das Betäubungsmittelrecht ändern. So soll es künftig erlaubt sein, nicht mehr benötigte Schmerzmittel in Einrichtungen der...

[mehr]
27.07.2010
Schmerzprofil lässt auf passgenaue Therapie hoffen

Damit die Behandlung von Nervenschmerzen kein Glücksspiel bleibt, haben Forscher im deutschlandweiten Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz...

[mehr]