

Die Arbeitskreissitzungen fanden am 27.9 2002 anläßlich des Deutschen Schmerzkongresses in Aachen sowie am 1.2.2003 im Airport Congress Center Frankfurt statt. Arbeitsschwerpunkte waren:
1. Publikation der Leitlinien Neuromodulation (Stufe 1). Nach der bereits von der AWMF vorgenommenen Publikation (Homepage) wurde die Publikation für "Der Schmerz" vorbereitet. Insbesondere erfolgte eine umfassende Einarbeitung der aktuellen Literatur mit 91 Zitaten. Dank der Unterstützung durch Prof. Zenz konnte im Januar 2003 die Publikation im vollem Wortlaut realisiert werden. Die vom AK erarbeitete Leitlinie ist neben den bereits bestehenden die dritte Leitlinie der DGSS. Der Arbeitskreis ist vom Präsidium aufgefordert, durch Auswahl eines erweiterten Expertengremiums die Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung zu Leitlinien der Stufe 2 zu schaffen.
2. Umfrage zur Ermittlung neuromodulativer Zentren Um eine Optimierung der Patientenversorgung kurzfristig zu erzielen, wurde ein einseitiger Dokumentationsbogen erstellt, der am Jahresende mit dem Protokoll der Jahreshauptversammlung an alle DGSS Mitglieder verschickt wurde. Ziel der Umfrage war die bundesweite Erfassung derjenigen Zentren, die invasive neuromodulative Verfahren einsetzen, damit eine ortsnahe Zuweisung betroffener Patienten möglich wird. Gleichzeitig sollte die Qualität der Versorgung durch die Nennung von Häufigkeit und Art der Nachkontrolle erfaßt werden. Insgesamt antworteten 44 Zentren ( siehe PDF-Datei) mit einer durchschnittlichen Implantationsrate >10, wobei in den neuen Bundesländern eine wesentlich geringere Versorgungsdichte auffiel. Zwei Drittel der Zentren werden anästhesiologisch, ein Drittel neurochirurgisch geleitet.
3. Qualitätssicherung der invasiv- neuromodulatorischen Verfahren Da bislang mit dem Qualitätssicherungsprogramm QUAST invasive schmerztherapeutische Eingriffe nicht erfasst werden können, insbesondere Verlaufsbeobachtungen nicht möglich sind, wurde eine Alternative angedacht. Da das firmengestützte Dokumentationssystem " En-Capture" bereits im Ausland erprobt ist, wurde mit der Herstellerfirma über eine Nutzung durch den Arbeitskreis verhandelt. Dabei zielten die Anforderungen des Arbeitskreises auf eine Abbildung bestimmter Qualitätsmerkmale (PDI; ADS, SF 36), die bislang nicht in der bestehenden Version enthalten sind. Um Erfahrungen zu sammeln, sollte an einzelnen Zentren eine Erprobung vorgenommen werden. Es ist angedacht, die Ergebnisse aller Zentren auf diese Weise zu erfassen und durch einen unabhängigen Untersucher die Bandbreite der verschiedenen Erfolgskriterien/ parameter zu analysieren.
Prof. H. Harke (5.8.2003) 
In Heft 1/2003 sind die vom Arbeitskreis erarbeiteten Leitlinien publiziert worden:
Harke H, Rosenow E, Tronnier V, Fromme C, Deynet G, Gretenkort P, Buschmann D, Rohr P, Ladleif HU, von Glinski E, Schütze G, Schultze R, Keller KL, Kniesel B, Pfiefer R, Lux E (2003) Standardisierung invasiver neuromodulativer Verfahren. Leitlinie der Stufe I der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF-Expertenempfehlung) Schmerz 17:44-50 |