

Nach Verabschiedung der vom AK Neuromodulation erarbeiteten Leitlinien Stufe I "Standardisierung invasiver neuromodulativer Verfahren " durch das Präsidium der DGSS und Aufnahme derselben in die Leitlinien der AWMF hat sich der AK die Erstellung eines Qualitätssicherungsprogrammes zur Objektivierung des Outcomes invasiv versorgter chronischer Schmerzpatienten zur Aufgabe gemacht .
Nach Erarbeitung eines Pflichtenheftes wurde während zweier Arbeitstreffen in Frankfurt und Krefeld an der Erstellung eines Qualitätssicherungsprogrammes für invasive neuromodulative Eingriffe intensiv gearbeitet. Insbesondere durch die Mithilfe von Dr. H. Keller und Dr. A. Freiburghaus (beide aus Rheinfelden/Schweiz) entstand ein internetfähiges, praxisnahes und einfach bedienbares Programm zur Datenerfassung und -auswertung von Neurostimulationssystemen(SCS; Pumpen). Unter htpp:// dgss.medconsulting.ch ist die Erstversion einzusehen. Die Erfassung der Daten erfolgt teilweise durch direkte Eingabe in verschiedenen Masken, die für jeden Behandlungszeitraum vorgegeben sind. Jeder Patient bekommt eine eigene Codenummer (PIN). Damit ist die Versendung der Daten über das Internet anonym. Bei den erfassten Daten handelt es sich im einzelnen um: Diagnose, Vorbehandlung, Medikation, Schmerzstärke, PDI, Chronifizierungsgrad, Art des neuromodulativen Eingriffs (Stimulation, Medikamentenpumpe), Komplikationen während des Eingriffs, verwendete technische Devices (Pumpentyp/Generatortyp, Elektrodentyp/Katheter- typ, Änderung unter der Therapie (Schmerzstärke, Medikation, Begleittherapie, Komplikationen unter der Therapie, Maßnahmen im Verlauf , Revisionen, Wechsel, Parameteränderung, Dosisänderung), Gründe für follow-up-Ende ).
Diese Daten werden über das Internet auf einem Server gesammelt und können in einem noch zu bestimmenden Zentrum ( z. B. derzeit in Rheinfelden , Schweiz) ausgewertet werden , fall dies gewünscht ist. . Die Auswertung wird den teilnehmenden Zentren ebenfalls über Internet zurückgesandt. Es ist daran gedacht, die eigenen Daten gegen die Gesamtheit aller teilnehmenden Zentren zu spiegeln, um die eigenen Ergebnisse auch im Licht der Gesamtheit zu reflektieren. In einem weiteren Stadium sollten durch eine Expertenkommission die Grenzen bzw. üblichen Abweichungen von der Norm festgelegt werden. (Externe Qualitätssicherung). Ziel ist die Teilnahme aller Schmerztherapeuten, die invasiv bzw.neuromodulativ tätig sind. Zur praktischen Umsetzung fehlt derzeit noch die Abstimmung mit der Qualitätssicherungskommission, die vorwiegend datenschutzrechtlichen Bedenken geäußert hat. Für den 08.Juli 2004 ist ein erneutes Treffen in Frankfurt unter der Teilnahme von Prof. Maier anberaumt mit dem Ziel, die Bedenken ausräumen zu können und das Programm zu optimieren.
Prof. Dr. H. Harke Sprecher des AK |