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Prof. Dr. med. dent. Marc Schmitter
MZK 8.2
Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
D-69120 Heidelberg
Tel. +49 6221 566043
Fax +49 6211 565371
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Prof. Dr. med. dent. Jens C. Türp
Klinik für Rekonstruktive Zahnmedizin und Myoarthropathien
Unikliniken für Zahnmedizin (UZM) Universität Basel
Hebelstr. 3
CH-4056 Basel
Tel. +41 61267-2632,-2631
Fax +41 61267-2660
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Vor kurzem wurde von zahnmedizinisch tätigen DGSS-Mitgliedern der Vorschlag unterbreitet, einen eigenen Arbeitskreis einzurichten. Ein Grund für diesen Vorstoß war unter anderem die Feststellung des Kollegen Jürgens (Würzburg), daß innerhalb der Zahnheilkunde auf dem Gebiet der Schmerztherapie noch ein sehr großer Nachholbedarf herrsche. Diese Aussage gilt allerdings nicht uneingeschränkt für alle Schmerzformen, die in den Aufgabenbereich der Zahnmedizin fallen. So bereitet die Behandlung von Zahn- und parodontalen Schmerzen in der Regel kaum größere Schwierigkeiten. Ähnliches trifft für Schmerzen zu, die nach Zahnextraktionen, Parodontaloperationen und anderen oralchirurgischen Eingriffen auftreten. Demgegenüber bestehen zweifelsohne weiterhin Kontroversen und Unsicherheiten hinsichtlich der Therapie schmerzhafter Myoarthropathien des Kausystems (MAP). Wenn die Gründung eines auf Probleme der Zahnmedizin ausgerichteten Arbeitskreises für wünschenswert gehalten wird, so mögliocherweise ein interdisziplinärer Arbeitskreis, der sich den persistierenden muskuloskeletalen Gesichtsschmerzen von einer biopsychosozialen, nicht primär dental orientierten Betrachtungsweise her widmet, am sinnvollsten. Ein solcher Arbeitskreis muß für alle interessierten Mitglieder der DGSS offen sein. Insbesondere die Mitarbeit von Orthopäden, Rheumatologen und Psychologen wäre sehr zu begrüßen. Als Alternative zu einem themenbezogenen Arbeitskreis Myoarthropathien des Kausystems wäre die Gründung eines fachbezogenen Arbeitskreises „Zahnmedizin“ denkbar, in der neben MAP auch andere Schmerzprobleme (Dolor post extractionem etc.) berücksichtigt würden. Ein solcher Arbeitskreis birgt jedoch eher die Gefahr einer Isolierung der zahnmedizinischen Kollegen von den restlichen DGSS-Mitgliedern. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob ein von der Thematik her breitgefächerter Arbeitskreis angesichts von derzeit nur wenigen Zahnmedizinern unter den DGSS-Mitgliedern sinnvoll wäre. Eine weitere Alternative bestünde in der Gründung eines interdisziplinären Arbeitskreises Muskelschmerz, welcher auch die auf die Kaumuskulatur beschränkten MAP des Kausystems abdeckt. Sicherlich wäre ein solcher Arbeitskreis reizvoll. Wegen der bislang noch sehr geringen Zahl zahnärztlich tätiger DGSS-Mitglieder wäre der Einfluß der Zahnmediziner jedoch wahrscheinlich relativ gering. |