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09.09.2010

Hier geht es zum neuen DGSS Forum LONTS

Prof. Dr. med. Ralf Baron

Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel
Schittenhelmstr. 10
D-24105 Kiel
Tel. +49 431 597-8504
Fax +49 431 597-8530
Dr. med. Helmut E. Brunner


Arzt für Orthopädie
Neusser Str. 47
D-41564 Kaarst
Tel. +49 2131 68059
Fax +49 2131 68059
Dr. med. Winfried Häuser

Zentrum für Schmerztherapie
Klinikum Saarbrücken gGmbH
Winterberg 1
D-66119 Saarbrücken
Tel. +49 681 963-2020
Fax +49 681 963-2022
Dr. med. Gerhard Hege-Scheuing

Sektion Schmerztherapie
Universitätsklinik für Anästhesiologie
Steinhövelstr. 9
D-89070 Ulm
Tel. +49 731 500-27933
Fax +49 731 500-26747
Dr. Gabriele Lindena

Klinische Analyse, Forschung und Anwendung
CLARA Clinical Analysis, Research and Application
Clara-Zetkin-Straße 34
D-14532 Kleinmachnow
Tel. +49 33203 80-858
Fax +49 33203 80-938
Prof. Dr. med. Christoph Maier

Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- u. Schmerztherapie
Univ.-Klinik Bergmannsheil
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
D-44789 Bochum
Tel. +49 234 3026366
Fax +49 234 3026367
Prof. Dr. U. Mansmann






Prof. Dr. med. Lukas Radbruch

Klinik für Palliativmedizin
Klinikum der RWTH Aachen
Pauwelsstr. 30
D-52074 Aachen
Tel. +49 241 80-80725
Fax +49 241 80-3380726
Prof. Dr. med. Marcus Schiltenwolf

Orthopädische Klinik
Universität Heidelberg
Schlierbacher Landstr. 200 a
D-69118 Heidelberg
Tel. +49 6221 96-5
Fax +49 6221 96-6121
Dr. med.  Wolfgang Sohn



Dorfstr. 5 - 7
D-41366 Schwalmtal
Tel. +49 2163 1255, -2171
Fax +49 2163 10696
Prof. Dr. phil. Hardo Sorgatz

Technische Universität
Institut für Psychologie
Alexanderstraße 10
D-64283 Darmstadt
Tel. +49 6151 165213
Fax +49 6151 164614
Prof. Dr. med. Christoph Stein

Klinik für Anästhesiologie
Klinikum Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30
D-12200 Berlin
Tel. +49 30 84452731
Fax +49 30 84454469
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Thomas R. Tölle

Klinik für Neurologie
Technische Universität München
Ismaninger Str. 22
D-81675 München
Tel. +49 89 4140-4603
Fax +49 89 4140-4867
Dipl.-Psych.  Anne Willweber-Strumpf

Schmerzklinik im Zentrum Anästhesiologie, Rettungs- u. Intensivmedizin
Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität
Robert-Koch-Str. 40
D-37075 Göttingen
Tel. +49 551 3919839

Aus der Kommission wurde mitgeteilt, dass die erste der beiden Publikationen zum DGSS-Konsensus zur Langzeitapplikation von Opioiden bei Nichttumorschmerzen erschienen ist. Dieser Beitrag behandelt vorwiegend methodische Aspekte des Konsensverfahrens: Sorgatz H, Hege-Scheuing G, Kopf A. , Maier C, Sabatowski R, Schäfer M, Stein C, Tölle TR, Willweber-Strumpf A (2002) Konsensbildung zu "Opioidlangzeitanwendung bei Nicht-Tumorbedingten Schmerzen", Z Ärztl Fortbild Qualsich, Heft 5, S. 317-324. Eine gekürzte Fassung des in Berlin verabschiedeten Konsenstextes soll Mitte August im Heft 33 des Deutschen Ärzteblatts erscheinen. Wegen der Statuten des Deutschen Ärzteblatts musste der Konsenstext als Autorenpapier eingereicht und auf alle normierenden Hinweise, wie Konsens, Leitlinien usw., verzichtet werden: Hardo Sorgatz, Gerhard Hege-Scheuing, Andreas Kopf, Christoph Maier, Rainer Sabatowski, Michael Schäfer, Christoph Stein, Thomas R. Tölle, Anne Willweber-Strumpf (2002) Langzeitanwendung von Opioiden bei Nicht-Tumorbedingten Schmerzen. Deutsches Ärzteblatt , Heft 33 (s. PDF als Anlage) Damit ist der Auftrag dieser ad-hoc-Kommission vorerst erfüllt; das Präsidium dankt allen Beteiligten ganz herzlich für die wertvolle Mitarbeit.



Das Präsidium hat auf Vorschlag von Dr. Radbruch (Köln) eine ad-hoc-Kommission eingesetzt, die sich mit den Problemen bei der Langzeitapplikation von Opioiden bei Nicht-Tumorschmerzen beschäftigen soll. Derzeit wird eine Expertenbefragung nach der Delphi-Methode durchgeführt; am 23.3.2001 wird in Berlin eine Klausurtagung stattfinden.

Zur bisherigen Arbeit berichtete Prof. Sorgatz:


Expertenkonsensus sind ein Mittel der Meinungsbildung, wenn die wissenschaftliche Datenbasis keine verläßlichen Behandlungsrichtlinien begründet oder aber klinische Fallstudien und kontrollierte Studien sich noch widersprechen. Damit sollen, schon vor der Verabschiedung auch wissenschaftlich begründbarer Leitlinien, möglichst einheitliche, zu erwünschten Ergebnissen führende Behandlungsstrategien gefördert und unerwünschte Behandlungsfolgen minimiert werden.
Wie bei vielen medikamentösen Behandlungsformen sind auch bei der Opioid-Langzeitbehandlung von Nicht-Tumorschmerzen verschiedene Kenntnis- und Interessenslagen zu beachten, die sich in der unterschiedlichen Beantwortung von technischen und Bewertungsfragen ausdrücken. Verschiedene, z.T. abgeschlossene Bemühungen zur Konsensbildung auf diesem Gebiet haben die Diskussion zwar intensiviert, aber auch für die Schwächen der Konsensfindung sensibilisiert. Daher hat sich die DGSS, als wissenschaftliche Fachgesellschaft, auf der Mitgliederversammlung in München erneut die Aufgabe gestellt, eine weitere Konsensbildung mit möglichst verringerten methodischen Schwächen in Auftrag zu geben. Deshalb wurde auf der Präsidiumssitzung am 15.2.00 die Bildung eines Gremiums vereinbart, deren Mitglieder nicht etwa - im Sinne der Nominalgruppentechnik - einen Konsens beschließen, sondern die Konsensbildung nach wissenschaftlich vertretbaren Methoden organisieren sollen. Zum Sprecher wurde auf der ersten Sitzung am 6.4.00 in Berlin Prof. Dr. H. Sorgatz bestimmt, dem aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Psychologe ein Höchstmaß an Neutralität zuzutrauen ist.
Von den üblichen Konsensverfahren (Nominalgruppentechnik, Konsensuskonferenz, Delphi-Methode) wurde das Delphi-Verfahren gewählt, weil durch ein iteratives Vorgehen bei der Informationserhebung, anonyme Expertenäußerungen und verschiedene Befragungsgruppen eine möglichst wenig selektive Ausgangsbasis für einen Konsens geschaffen werden kann.
Zur Vorbereitung der ersten Sitzung wurden DGSS-Mitglieder, deren Emailadresse zur Verfügung standen, mit der Bitte um Anmerkungen zu vorgegebenen und selbst einzubringenden Themen befragt und darüber hinaus gebeten, mögliche Mitglieder für ein Expertisegremium zu benennen. Der elektronische Weg wurde einmal wegen der damit verbundenen geringen Kosten und der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit beschritten. Zum anderen war dadurch sichergestellt, daß praktisch alle aktiv wissenschaftlich tätigen DGSS-Mitglieder sich als informiert betrachten konnten. Einer damit möglicherweise verbundenen Präselektion von Meinungen, Themen- und Expertenvorschlägen wurde u.a. durch die Bitte vorgebeugt, die Anfrage auch an niedergelassene Kollegen weiterzureichen. Darüber hinaus wurden in Frage kommende Fachgesellschaften und Berufsverbände informiert.
Aus den schon vor der ersten Kommissionssitzung über 50 eingegangenen Stellungnahmen wurde einmal eine Liste der Experten formuliert, zum anderen die Themenbereiche hervorgehoben, die den DGSS-Mitgliedern am wichtigsten erschienen. Zu den bevorzugten Themenbereichen formu-lierten die Kommissionsmitglieder daraufhin spezifische Aussagen, die ihnen aus ihrer Literaturkenntnis wie klinischen Erfahrung besonders relevant erschienen. Die komplette Aussagenliste wurde in mehreren Durchläufen von den Kommissionsmitgliedern korrigiert, erweitert und schließlich in der wahrscheinlich vorletzten Version als eine Art Vortest anonym skaliert. Aufgrund der Stellungnahmen soll auf der nächsten Sitzung am 4.10.00 ein Aussagenkatalog verabschiedet werden, der danach verschiedenen Experten zu einer primären Beantwortung vorzulegen ist.
Die Expertenliste ist von den Kommissionsmitgliedern zwischenzeitlich ergänzt worden und unterliegt zur Zeit einem Ratingverfahren, mit dem auf Kommissionsebene bestimmt werden soll, welcher Expertisegruppe die einzelnen Personen am ehesten zuzuordnen sind.
Als nächste Schritte im Winterhalbjahr 2000/2001 sind schriftliche Befragungen der genannten Experten vorgesehen, deren anonyme Antworten insgesamt und auch getrennt nach wenigen globalen Gruppenkriterien (z.B. Uniklinik und Niedergelasse) ausgewertet werden. Aus den sich daraus ergebenden Meinungsprofilen sind konsensfähige Texte zu entwickeln, die den Expertisegremien zur erneuten weiteren Stellungnahme vorgelegt werden können. Eine Klausurtagung im Jahr 2001 soll der abschließenden Kritik und Verfeinerung des Konsenstextes dienen. Ein sich daraus ergebendes Konsenspapier wird dann voraussichtlich während des DGSS-Kongresses 2001 der öffentlichen Diskussion unterzogen und der Mitgliederversammlung vorgelegt.

Tätigkeitsbericht  DGSS ad hoc Kommission LONTS  für 2008

Kommissionsziel: Entwicklung einer S3-Leitlinie zur
„Langzeitanwendung von Opioiden bei Nicht-Tumorbedingten Schmerzen (LONTS)“

Bei der Kommissionsarbeit in 2008 stand die Fertigstellung der Leitlinie im Vordergrund. Wegen des sich abzeichnenden evidenz-basierten Kommissionswillens, die Anwendung opioidhaltiger An-algetika möglichst im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie zu empfehlen, wurden vorher vom Leitlinienbüro belastbare RCT-Daten zu begleitenden nichtmedikamentösen Therapieverfah-ren zusammengestellt.  Auf und nach der Kommissionssitzung am 29. Nov. 08 wurden die Schlüs-selfragen und Empfehlungen zur Leitlinie überarbeitet. Zu Beginn 2009 wurde unter Vorlage der bisherigen Arbeitsergebnisse und einer Rohfassung der Leitlinie Kontakt zur zuständigen AWMF Kommmission aufgenommen, um das weitere Vorgehen (Delphi-Panels, Implementierung) zu ver-einbaren.



06.01.2009

Gez. Prof. Dr. hardo Sorgatz

 
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