Arbeitskreis Schmerz und Beruf

Dr. med. Rüdiger Scharnagel
Klinik u. Poliklinik für Anästhesiologie, USC
Universitätsklinikum Dresden
Fetscher Str. 74
D-01307 Dresden
Tel. +49 351 4583354
Fax +49 351 4584389
Dr. med. Mike Papenhoff
Klinik für Schmerzmedizin
BG Unfallklinik Duisburg
Großenbaumer Allee 250
D-47249 Duisburg
Tel. +49 203 76883471
Fax +49 203 7688443471
Dr. med. Dieter Abels
Orthopädiepraxis, Spezielle Schmerztherapie
Fuhlensteg 30
D-46459 Rees
+49 2851 3019
Dr. med. Kerstin Ferlemann
Universitätsmedizin Göttingen
Schmerz-Tagesklinik und -Ambulanz
Robert-Koch-Str. 40
D-37075 Göttingen
+49 551 3914165
Dr. med. Andreas Mayr
Abt. für Anästhesie, Intensiv- u. Schmerztherapie
BGU Ludwigshafen
Ludwig-Guttmann-Str. 13
D-67071 Ludwigshafen
Tel. +49 621 6810 2350
Fax +49 621 6810 2339
Prof. Dr. med. Peter Schwenkreis
BG-Universitätsklinikum Bochum
Neurologische Klinik und Poliklinik
Bürkle-de-la-Camp-Platz
D-44789 Bochum
Tel. +49 234 3026810
Dr. med. Louise Reisner-Senelar
Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden
niedergel., Anästhesiologie und Spezielle Schmerztherapie
Langenbeckplatz 2
D-65189 Wiesbaden
+49 69 4753006
+49 69 4754442
Dr. Dipl.-Psych. Jule Frettlöh
Klinik f. Anästhesiologie, Intensivmed. u. Schmerztherapie
BG Unfallklinik Bergmannsheil
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
D-44789 Bochum
Tel. +49 234 302-6638
Fax +49 234 302-6367
Dipl-Psych. Hannah Löhnhardt
BG Klinikum Hamburg
Neurotraumatologisches Zentrum
Bergedorfer Str. 10
D-21033 Hamburg
Tel.: +49 40 7306 3428

Chronische Schmerzen sind ein häufiger Grund für wiederkehrende oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Häufig sind sozialmedizinische Fragestellung eng mit der Schmerzproblematik verknüpft, wie die häufig geführte Diskussion der Behandlungsprognose bei gleichzeitig laufendem Renten- oder Entschädigungsverfahren zeigt. Noch komplexer wird der Zusammenhang bei Patienten der gesetzlichen Unfallversicherung: Hier bedingt die Fortzahlung des Verletztengeldes bei schmerzbedingter Arbeitsunfähigkeit meist höhere Geldleistungen als die alternative Zahlung von Arbeitslosengeld bei sonst bestehender Arbeitslosigkeit nach Abschluss des bg-lichen Heilverfahrens. Auch stellen sich nicht nur bei Unfallversicherten sehr oft Fragen nach Fahrtauglichkeit oder dem Bedienen von Maschinen unter einer Schmerzmedikation oder generell bei chronischen Schmerzen.

Es ergeben sich daher folgende Herausforderungen als „Arbeitsauftrag“ an den Arbeitskreis:

  • Wann bedingen (chronische) Schmerzen und daraus resultierende psychische Beeinträchtigungen alleine eine Arbeitsunfähigkeit? Wann nicht?
  • Wie lässt sich die Kausalität ggf. operationalisieren?
  • Wann bedingt eine analgetische Medikation eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit und welche möglichst interdisziplinären Vorgaben können zur diesbezüglichen Beurteilung gelten?
  • Wie kann man Patienten man chronischen Schmerzen besser standardisiert und gemäß wissenschaftlichen Grundlagen in ihrer Arbeitsfähigkeit und eventuellen schmerzresultierenden Einschränkungen beurteilen und damit letztlich auch besser schützen?
  • Wie lassen sich angegebene Beschwerden über die Anhaltspunkte in der Schmerz-Begutachtungsleitlinie hinaus besser validieren? Welche apparativen Verfahren sind geeignet, welche nicht? Welche psychometrischen Verfahren existieren oder können entwickelt werden?
  • Wie lässt sich die Motivationale Ebene (Zielkonflikte etc.) erfassen?
  • Gibt es, analog zu Ansätzen bei bestimmten Beschwerdebildern wie Rückenschmerzen, eine Möglichkeit zur Früherkennung und Prävention von schmerzbedingter Arbeitsunfähigkeit auch für andere Krankheitsbilder oder für bestimmte sozialmedizinische Konstellationen?
  • Lässt sich eine Auflistung von sogenannten „red flags“ erstellen, die ein erhöhtes Risiko für ein frustanes Heilverfahren vorhersagen?



Diese Fragestellungen sollten daher interdisziplinär u.a. von

  • Ärztlichen Schmerzmedizinern, insbesondere
  • Rehamedizinern und Neurologen mit Erfahrung in der beruflichen Leistungsbeurteilung
  • Psychotherapeuten
  • Ergotherapeuten / Physiotherapeuten
  • Arbeitsmedizinern
  • Arbeitsmarktspezialisten


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