Jahresbericht 2016

Mitglieder:
Bernhard Arnold, Tamina Brinkschmidt, Hans-Raimund Casser, Dominik Irnich, Ulrike Kaiser, Klaus Klimczyk, Johannes Lutz, Bernd Nagel, Rainer Sabatowski, Markus Schiltenwolf, Wolfgang Söllner

Sprecher:
Michael Pfingsten
Schmerzklinik Göttingen
Universitätsmedizin
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen

zw.zeitlicher Sprecher:
Bernd Nagel
Schmerztagesklinik Mainz
DRK-Schmerzzentrum
Auf der Steig
55131 Mainz


Inhalt der Arbeiten im Jahr 2016 war die Konsentierung von Qualitätskriterien für die Multimodale Schmerztherapie nach OPS 8-918. Es fanden 5 Arbeitstreffen der Kommission in 2016 statt.

Voraussetzung: MMST stellt, wenn sie effektiv sein soll, hohe Anforderungen sowohl an die strukturel-len Voraussetzungen der Einrichtung als auch an die Prozeßqualität. Es ist davon auszugehen, dass die Effektivität und Nachhaltigkeit multimodaler Therapie an eine konsequente Umsetzung der qualitativen Vorgaben gebunden ist. Externe Qualitätssicherungsmaßnahmen und eine Zertifizierung der Einrichtun-gen sind weitere zukünftige Schritte zur Sicherstellung der erforderlichen Prozeßqualität. Daher soll der Begleittext der OPS 8-918 zur Umsetzung der Vorgaben inhaltlich präzisiert werden. Die Beschreibung einer qualitativ hochwertigen Umsetzung dient den Leistungserbringern als Orientierung bei der Implementierung der multimodalen Schmerztherapie. Gleichzeitig muss aber vermieden werden, dass auf Basis dieser Kriterien eine nicht absehbare, ausufernde Ausweitung der formalen Einzelfallprüfungen in Gang gesetzt wird.

Die Konsentierung erfolgte anhand einer vorab aufgestellten und individuell kommentierten Liste über Qualitätsmerkmale der MMST gemäß OPS-Kriterien.
Aufgrund der Überlegung, dass eine Verbesserung der bisherigen Situation bzgl. der OPS 8-918 vermutlich nur dann erreichbar ist, wenn Kostenträger und Gesundheits-Politik bzw. Entscheidungsträger einbezogen werden, fand zur ersten Auslotung ein gemeinsames Treffen von Vertretern der Kommission und Frau Marschall am 17.03.2016 in Frankfurt/M statt. Dabei wurde u.a. ein gemeinsames Symposium auf dem Dt. Schmerzkongress 2016 vereinbart. Es ist allen Beteiligten klar, dass für eine nachhaltige Lösung des Problems auch die Beteiligung anderer Entscheidungsträger, z.B. aus der Gesundheitspolitik erforderlich ist.

Auf Initiative des BVSD (insbesondere A. Böger) war für 2016 eine Überarbeitung des SEG-Papiers zur Begutachtung der OPS 8-918 geplant. Vom BVSD war angeregt worden, die Dt. Schmerzgesellschaft an dieser Überarbeitung zu beteiligen. In der Sitzung vom 19.08.2016 in F/M hat die AHK Multimodale Schmerztherapie daraufhin J. Lutz zum Vertreter gewählt, um gemeinsam mit den anderen Vertretern (A. Böger, B. Arnold) an der Überarbeitung des SEG-Papiers mitzuwirken. Die Umsetzung der Kooperation erfolgt in Absprache zwischen den Beteiligten.

Die Arbeiten zur Definition der Qualitätskriterien sind durch die Arbeitsgruppe erfolgreich beendet worden. Im Anschluss soll eine erneute Publikation in „Der Schmerz“ erfolgen.

Als nächstes ist geplant, die empfohlene Kriterien durch einen Sachverständigen in Medizinrecht prüfen zu lassen, um das Risiko zu mindern, dass die gemachten Empfehlungen zu einer Ausweitung der formalen Einzelfallprüfungen durch die Krankenkassen (ausgeführt über die MdKs) führen.

Michael Pfingsten                           Bernd Nagel


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