1. Name der Kommission:
    Ad Hoc Kommission Versorgungsforschung und Register

  2. Namen der Mitglieder
    Feste Mitglieder:
    Kaiser, Ulrike
    Frank Petzke
    Thomas Isenberg
    Gabriele Lindena
    Bernd Nagel
    Edmund Neugebauer
    Hans-Raimund Casser
    Winfried Häuser
    Winfried Meissner
    Michael Hüppe
    Thomas Kohlmann
    Ursula Marschall
    Wolfgang Koppert
    Christiane Hermann
    Gäste:
    Regine Klinger (regine.klinger@me.com);
    Ralf Schesser
    Esther Pogatzki-Zahn

  3. Namen und Kontaktdaten des Sprechers
    Dr. Ulrike Kaiser
    UniversitätsSchmerzCentrum
    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
    Fetscherstraße 74
    01307 Dresden
    ulrike.kaiser.usc-tkl@uniklinikum-dresden.de

  4. Die zwei/drei Hauptthemen, den denen die Kommission/der AK im letzten Jahr gearbeitet hat
    Die Kommission hat nach Konsentierung ihres Auftrages aus dem Vorbereitungstreffen 2015 einen Antrag an den G-BA für den Innovationsfond (themenoffene Ausschreibung, Einreichung 19.07.2016; PAIN2020) erarbeitet.
    Der Antrag beinhaltet ein übergreifendes Konzept zur sektorenübergreifenden Versorgung von Patienten mit erhöhtem Chronifizierungsrisiko bzw. bestehender Chronifizierung. Ziel des Antrages ist die Implementierung eines Projektes zur Verbesserung der Versorgung und Versorgungseffizienz für Patienten mit chronifizierenden bzw. chronischen Schmerzen. Zentrale Fragen wie das optimale Behandlungssetting, die notwendige Intensität der Behandlung, die Sicherung der Behandlungsqualität und die Vernetzung der ambulanten, stationären und teilstationären Strukturen im Sinne der Nachhaltigkeit der Effekte werden aufgegriffen und sollen mit Hilfe eines multizentrischen, sektorenübergreifenden Ansatzes erst bei 40-60 Modellkrankenhäusern eingeführt und für eine spätere bundesweite Ausrollbarkeit überprüft werden. Bestandteile des Projektes sind dabei eine gezielte sektorenübergreifende Versorgung bestehend aus frühzeitigem interdisziplinärem, multimodalem Assessment, gezielter Zuweisung zu gestufter interdisziplinärer multimodaler Schmerztherapie bzw. leitliniengerechter Regelversorgung sowie einer übergreifenden Qualitätssicherung incl. Follow up. Die gestufte interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie wird angeboten als entweder intensiv durch stationäre/teilstationäre Ansätze, begleitend durch einmal pro Woche stattfindende Termine über ca. 10 Wochen oder einen einmaligen interdisziplinären multimodalen edukativen Ansatz. Die Qualitätssicherung wird über KEDOQ Schmerz sichergestellt und durch ein externes Evaluationsinstitut ausgewertet und rückgemeldet. Antragsteller ist die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V., Konsortialpartner ist neben dem Evaluationsinstitut (Universität Greifswald, Prof. Thomas Kohlmann) die BARMER GEK.

  5. die aus 4) ableitbaren wichtigsten Erfolge des letzten Jahres bzw. Zwischenergebnisse
    Der Antrag wurde fristgemäß am 19.07.2016 beim G-BA durch Herrn Isenberg eingereicht.

  6. Die sich ergebenden Perspektiven und Aufgaben für die nächsten 12 Monate und ggf. darüber hinaus sowie
    Erste Schritte werden für den Anfang des neuen Jahres in einer Abstimmung zum strategischen Vorgehen bestehen, den Antrag politisch zu unterstützen.

    Im Falle einer positiven Befürwortung und Genehmigung des Antrags wird diese Kommission als Advisory Board für die Projektdurchführung fungieren.

    Weitere Aufträge ergeben sich übergeordnet aus dem Vorbereitungstreffen in Erfurt im Sommer 2015, bei dem wesentliche Themenbereiche identifiziert wurden:

    • Weiterführung der Registersuche, Koordination von Treffen zur Kooperation und Erfahrungsaustausch
    • Die Koordination der Zusammenarbeit relevanter und etablierter AH Kommissionen/AGs sowie weiterer wichtiger Interessenvertreter zur Bestimmung von

      • Indikatorqualität
      • Prüfkriterien
      • Outcomeerfassung von Therapieerfolg
      • Patientenzuweisung

    • Die Bereitstellung eines Arbeitsrahmens für KEDOQ und QUIPS
    • Die Einbindung von niedergelassenen Kollegen
    • Die Entwicklung von Registermodellen auf Grundlage bestehender Strukturen
    • Sowie die Koordination von Studienanträgen zur Versorgungsforschung im Bereich Schmerz (akut/chronisch; siehe Protokoll Herr Isenberg) im Rahmen des Innovationsfonds

    Im nächsten anstehenden Treffen werden wichtige Themen ausgewählt und eine Agenda für 2017 erarbeitet.

  7. Fazit bzw. kurze Forderungen an Wissenschaftsgremien/Politik bzw. sonstige Akteure

    Durch Herrn Isenberg und Frau Grams wurde die Arbeit dieser Kommission in den letzten Monaten beispiellos unterstützt- was sowohl Ressourcen der Mitglieder bündelte, Wertschätzung gegenüber der Arbeit der Mitglieder ausdrückte und zu einem konstruktiven, effektiven Arbeitsprozess maßgeblich beitrug.

    Neben der weiterführenden Unterstützung des Präsidiums und Geschäftsführers, wie sie bisher durch diese Kommission erfahren wurde, werden folgende übergeordnete Aspekte und Zusammenarbeiten notwendig werden:

    • Vernetzung mit der Agenda des Wissenschaftstages der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. im Bereich der Versorgungsforschung

    • Unterstützung der Antragslancierung durch die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V., insbesondere das Präsidium

    • Stärkung der Versorgungsforschungsperspektive auf der verschiedenen Ebenen (Nationales Schmerzforum, Netzwerk Versorgungsforschung e.V. etc.)