Verleihung des Förderpreises für Schmerzforschung 2016 - gleich sechs Preisträgerprojekte zum runden Jubiläum


Mannheim, Oktober 2016. Der Förderpreis für Schmerzforschung wurde in diesem Jahr
zum 30. Mal verliehen. Seit nunmehr 1987 ehrt die Auszeichnung Nachwuchswissenschaftler,
deren Arbeiten im Bereich der anwendungsbezogenen Forschung und umgesetzten
Grundlagenforschung einen wesentlichen Beitrag zur interdisziplinären praxisbezogenen
Therapie akuter und chronischer Schmerzen geleistet haben. Die diesjährigen Gewinner
wurden wie gewohnt beim Deutschen Schmerzkongress vom 19.-22. Oktober 2016 in
Mannheim prämiert. Der renommierte Preis wird von der Deutschen Schmerzgesellschaft
e.V. verliehen und von der Grünenthal GmbH aus Aachen gestiftet. Mit insgesamt 21.000
Euro Preisgeld ist er der höchstdotierte deutsche Wissenschaftspreis auf dem Gebiet der
Schmerzforschung.

Die diesjährigen Auszeichnungen wurden im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen
Schmerzkongresses am 20. Oktober von Prof. Dr. Michael Schäfer, Präsident der
Deutschen Schmerzgesellschaft, Prof. Dr. Shahnaz Christina Azad, Vorsitzende der Jurykommission
und Myriam Heine, Medical Director Grünenthal Deutschland, feierlich überreicht.

Myriam Heine gratulierte den Preisträgern im Namen des Preisstifters Grünenthal herzlich
und erinnerte anlässlich des 30jährigen Jubiläums an die lange und gute Tradition der Auszeichnung.
Seit 1987 seien über 170 Wissenschaftler mit dem Preis ausgezeichnet worden,
viele davon hätten danach einen sehr erfolgreichen Weg in der Schmerzforschung eingeschlagen.
Dies zeige auch die aktuelle Jurykommission zur Verleihung des Schmerzpreises
eindrucksvoll: Sieben von zehn Mitgliedern seien in der Vergangenheit mit dem Preis ausgezeichnet
worden.

Laudatorin Prof. Dr. Shahnaz Christina Azad würdigte die einzelnen Preisträgerprojekte, indem
Sie kurz in die zugrunde liegenden Arbeiten einführte und die Begründung der Auszeichnung
durch die Jurykommission erläuterte. Besonderes Augenmerk legte sie dabei auf
die Bedeutung der einzelnen Forschungsarbeiten für das Verständnis des Phänomens
Schmerz und dessen Therapie.

In der Kategorie ‚Grundlagenforschung‘ wurden in diesem Jahr zwei erste Preise und zwei
zweite Preise vergeben:

1. Preis – Dr. Deepitha Selvaraj, Dr. Vijayan Gangadharan
Medizinische Fakultät Heidelberg, Pharmakologisches Institut

Mit der Arbeit:
A Functional Role for VEGFR1 Expressed in Peripheral Sensory Neurons in Cancer Pain

1. Preis – Timo A. Nees
Spinal Cord Injury Center, Universitätsklinikum Heidelberg

Mit der Arbeit:
Early-onset treadmill training reduces mechanical allodynia and modulates calcitonin
gene-related peptide fiber density in lamina III/IV in a mouse model of spinal cord
contusion injury

2. Preis – Polina Shabes
Universitätsklinikum Mannheim

Mit der Arbeit:
A novel human surrogate model of noninjurious sharp mechanical pain

2. Preis – Dr. rer. nat. D. Segelcke, Prof. Dr. rer nat. C. Faber; Prof. Dr. med. E. Pogatzki-Zahn
Universitätsklinikum Münster; Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und
operative Intensivmedizin

Mit der Arbeit:
Characterization of incisional and inflammatory pain in rats using functional tools of MRI


Die Preisträger in der Kategorie ‚Klinische Forschung‘ sind:
1. Preis – Dr. Magdalena Sarah Prüß
Charité - Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie
und Rheumatologie (einschl. Arbeitsbereich Ernährungsmedizin)

Mit der Arbeit:
Reduction of chronic abdominal pain in patients with inflammatory bowel disease via
transcranial direct current stimulation: a randomized controlled trial


2. Preis – Maike Müller, Dr. Sandra Kamping, Hanna Skowronek, Julia Schmitz
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Institut für Neuropsychologie und
Klinische Psychologie

Mit der Arbeit:
Treatment history and placebo responses to experimental and clinical pain in chronic pain
patients



Über die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.
Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. ist die wissenschaftliche Schmerzgesellschaft in
Deutschland und mit rund 3.500 persönlichen Mitgliedern die größte wissenschaftlichmedizinische
Fachgesellschaft im Bereich Schmerz in Europa. Die Deutsche
Schmerzgesellschaft e. V. ist Mitglied der IASP (International Association for the Study of
Pain) sowie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften). Sie ist zudem die interdisziplinäre Schmerzdachgesellschaft von
derzeit 18 mitgliederstarken weiteren medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften
im Bereich Schmerz. Diese Fachgesellschaften repräsentieren über 60.000 Mitglieder. Ihre
Mitgliedschaft ist interdisziplinär und interprofessionell und besteht aus Schmerzexperten
aus Praxis, Klinik, Psychologen, Pflege, Physiotherapie u. a. sowie wissenschaftlich
ausgewiesenen Schmerzforschern aus Forschung, Hochschule und Lehre. Die Deutsche
Schmerzgesellschaft e.V. wurde am 8.9.1975, während des 1st World Congress on Pain in
Florenz, als deutsche Sektion der International Association for the Study of Pain (IASP),
gegründet. Sie ist als gemeinnützige Organisation anerkannt und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft
der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

Über Grünenthal

Die Grünenthal Gruppe ist ein unabhängiges, international tätiges, forschendes Pharmaunternehmen
in Familienbesitz mit Konzernzentrale in Aachen. Wir sind ein unternehmerischer
Spezialist, der den Patienten echten Nutzen bringt. Durch unsere nachhaltige Investition in
Forschung und Entwicklung über dem Branchendurchschnitt verpflichten wir uns der Innovation,
um medizinische Versorgungslücken zu schließen und nutzenbringende Produkte auf
den Markt zu bringen. Grünenthal ist ein Unternehmen mit vollständig integrierter Forschung
und Entwicklung; wir verfügen über langjährige Erfahrung in innovativer Schmerzbehandlung
und der Entwicklung modernster Technologien für den Patienten. Die Grünenthal
Gruppe ist in insgesamt 32 Ländern mit Gesellschaften in Europa, Lateinamerika und den
Vereinigten Staaten vertreten. Grünenthal-Produkte sind in mehr als 155 Ländern erhältlich
und knapp 5.400 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Grünenthal Gruppe. Der Umsatz 2015
betrug 1,2 Mrd. €. Weitere Informationen unter: www.grunenthal.de


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Öffentlichkeitsarbeit
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Fax: 0241 569-1511
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