Interdisziplinäre Schmerzkonferenz

Interdisziplinäre Schmerzkonferenzen sind zumeist monatliche Zusammenkünfte von Ärzten und verschiedenen Therapeutengruppen, die einen „besonderen Problemfall“ diskutieren. Der um Rat fragende Arzt kann seinen Schmerzpatienten per Aktenlage oder sogar persönlich vorstellen. Ziel ist es, dass Experten verschiedener Fachrichtungen (deshalb interdisziplinär) die möglichen Schmerzursachen und bisherige Behandlungsversuche eines konkreten Falles beurteilen. Nur der behandelnde Arzt kann einen Patienten anmelden.

In der Regel sind Fachärzte aus mindestens drei unterschiedlichen Fachrichtungen (z.B. Neurologie, Orthopäde, Gynäkologie, Psychiatrie) beteiligt. Darüber hinaus nehmen psychologische Schmerztherapeuten sowie Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten sowie ein Sozialarbeiter an der Konferenz teil. In der Regel wird auch der betroffene Schmerzpatient mit einbezogen. Nach einer kurzen Vorstellung durch seinen behandelnden Arzt oder Therapeuten wird er von den anwesenden Experten zu seiner Schmerzsymptomatik befragt. Später wird er über die Diskussionsergebnisse der Experten informiert.

Stephan Panning